Folgen der Erderwärmung

Merkel wirbt in Grönland für mehr Anstrengung um Klimaschutz

Bundeskanzlerin Merkel und Umweltminister Gabriel sind gemeinsam nach Grönland gereist, um sich ein Bild von den Folgen des Klimawandels zu machen. Dabei hat die Kanzlerin für weitere Anstrengungen um den Klimaschutz geworben. Die Opposition kritisiert die Reise, Umweltschützer fordern eine konsequentere Politik.

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Berlin (ddp/sm) - "Ich glaube, dass vor uns für die Bekämpfung des Klimawandels sehr entscheidende Jahre liegen", sagte Merkel auf ihrer Reise, wie die "Zeit online" berichtet. Deutschland werde das Thema weiter vorantreiben und sich ebenfalls in den "internationalen Bemühungen auf der Vereinten Nationen mitengagieren", so das Nachrichtenportal weiter.

Grünen-Vorsitzender Bütikofer nannte die Grönland-Reise der beiden Politiker eine Inszenierung, nötig wären stattdessen politische Handlungen, um "Hindernisse für eine Klimapolitik" zu überwinden. Die Kanzlerin dagegen verteidigte die Reise, der Besuch sollte den Deutschen sichtbarmachen, welche Folgen die Klimaerwärmung in anderen Regionen zeigt.

FDP-Chef Guido Westerwelle warnte davor, die Umweltpolitik "aus Symbolik" zu beschränken. In Bezug auf den Klimaschutz bei der Energieerzeugung gab er zu denken, dass die übrigen G8-Länder weiter auf Kernenergie setzen und "nur Deutschland einen schwarz-rot-grünen Sonderweg beschreiten soll".

Greenpeace fordert Verzicht auf Kohlekraftwerke

Greenpeace fordert von Merkel nach deren Grönlandbesuch eine konsequente Klimaschutzpolitik. So solle auf den Bau neuer Kohlekraftwerke in Deutschland verzichtet werden, sagte der Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. Neue Kohlekraftwerke seien nicht vereinbar mit ehrgeizigen Zielen im Klimaschutz. Deutschland müsse stattdessen auf erneuerbare Energien setzen. Statt schwerfälliger Großkraftwerke auf Kohlebasis, die 40 Jahre lang liefen, müssten flexible Kraftwerke mit Gas und Dampfkraft betrieben werden.

Weiterführende Links
  • Zum Online-Artikel der "Zeit"