Investitionen in Zukunft

Merkel will erneuerbare Energien weiter stärken

Kanzlerin Merkel will die Nutzung erneuerbarer Energien weiter stärken. Es sei wichtig, die Investitionen in die Zukunft nicht zu vergessen, "sondern uns auf die Zeit nach der internationalen Wirtschafts- und Finanzmarktkrise vorzubereiten", sagte Merkel am Samstag in ihrer wöchentlichen Video-Botschaft.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (afp/ddp/red) - Merkel versicherte: "Wir werden an diesen ehrgeizigen Zielen nicht nur festhalten, weil wir unsere Klimaziele erreichen wollen, sondern wir sind auch überzeugt, dass wir Schritt für Schritt fossile Energieträger bei der Erzeugung von Energie ersetzen müssen." Die Preise dafür seien "nicht berechenbar", deshalb sei es wichtig, in Zukunft "ein möglichst unterschiedliches Angebot an Energieträgern" zu haben.

Den Einsatz der Sonnenenergie bezeichnete die Kanzlerin als Zukunftstechnologie und Wachstumsbranche. Am Dienstag nimmt Merkel an der Grundsteinlegung für ein neues Werk der ersol Solar Energy AG im thüringischen Arnstadt teil. Die Produktion von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien schaffe zudem zukunftsfeste Arbeitsplätze - "und um genau die geht es auch in der jetzigen Wirtschafts- und Finanzkrise".

Trittin kritisiert: Klima als "Wort zum Sonntag

Grünen-Fraktionsvize Jürgen Trittin kritisierte, Merkel falle das Klima "nach monatelangem klimapolitischen Rückwärtsgang" als "Wort zum Sonntag" ein: Es werde zum Wochenende gepredigt und in der Woche das Gegenteil praktiziert. Während Deutschland mit zwei Konjunkturpaketen den Autoabsatz fördere und neue Straßen baue, seien Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr verboten, erklärte Trittin in Berlin.

Quelle: AFP