Anfang 2006

Merkel will Energiegipfel einberufen

Mit ihrer gestrigen Regierungserklärung hat Angela Merkel überwiegend positive Reaktionen erzeugt. Im Bereich Energie sprach sie sich für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien aus und verzückte damit den Wirtschaftsverband Windkraftwerke. Auch der VDEW zeigte sich begeistert.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die Bundesregierung will Anfang 2006 mit der Energiewirtschaft über die zukünftige Versorgung Deutschlands beraten. "Ich werde Anfang kommenden Jahres einen nationalen Energiegipfel mit allen Beteiligten einberufen", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch in ihrer Regierungserklärung im Bundestag.

Außerdem würden die Mittel für die Energieforschung trotz knapper Kassen erhöht. Gleichzeitig müsse jedoch auch die Energiewirtschaft ihre Forschungsanstrengungen verstärken. Am Ende solle ein energiepolitisches Gesamtkonzept mit einem ausgewogenen Energiemix stehen.

Die deutsche Stromwirtschaft bewertete die Ankündigung als "ausgesprochen positiv". "Wir freuen uns auf den Dialog", sagte der Präsident des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Werner Brinker. Insbesondere die Verstärkung der Forschung im Energiebereich sei ein wichtiges Signal. Die Stromwirtschaft stehe am Anfang einer Investitionswelle, die einen Innovationsschub für Kraftwerke und Netze bewirken werde.

Der Wirtschaftsverband Windkraftwerke e. V. (WVW) hat unterdessen auch Merkels Aussagen zu den erneuerbaren Energien begrüßt. Die von der neuen Bundesregierung angestrebte Politik sorge für die notwendige Kontinuität in der deutschen Energiepolitik, hieß es aus Cuxhaven. "Der WvW erwartet aufgrund dieser politischen Rahmenbedingungen einen weiteren deutlichen Ausbau der schon heute wirtschaftlichen Windenergie onshore wie offshore, sowie ein verstärktes Repowering", sagte Dr. Wolfgang von Geldern, WVW-Vorsitzender.