Gelder

Merkel will Emissionsrechteerlöse für Entwicklungshilfe nutzen

Der versprochene Anstieg der deutschen Entwicklungshilfe soll nach einem Pressebericht auch durch die Versteigerung von Kohlendioxid-Zertifikaten finanziert werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) plädiere für ein solches Vorgehen, berichtete das Düsseldorfer "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) vorab.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/sm) - Auch die große Mehrheit des Bundeskabinetts habe sich bei einer Debatte für diese Lösung ausgesprochen, die Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) vorgeschlagen hatte.

Die große Koalition plant der Zeitung zufolge, für die zweite Periode des Emissionshandels zehn Prozent der Kohlendioxid-Zertifikate zu versteigern. Die jährlichen Einnahmen für den Bund würden ab 2008 auf 500 Millionen bis 800 Millionen Euro geschätzt, schrieb das Blatt.

Ein Teil dieses Geldes solle nun offenbar verwendet werden, um die Entwicklungshilfeleistungen des Bundes wie versprochen bis 2015 auf 0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu erhöhen. Dagegen forderten die Energiepolitiker der großen Koalition, die Einnahmen aus der Versteigerung der Zertifikate für einen Energiesparfonds oder Entlastungen der mittelständischen Wirtschaft bei der Stromsteuer zu nutzen.