Laufzeitverlängerung gefordert

Merkel: Preissenkung durch Gewinne aus Atomkraftwerken

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat an die Stromindustrie appelliert, die Gewinne aus den längeren Laufzeiten der Atomkraftwerke zur Reduzierung der Strompreise einzusetzen. "Wenn man Gewinne macht, kann man die ja in die Preissenkung mit hineinbringen", sagte sie im Sommerinterview von Sat.1 Nachrichten und N24.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Ohne Kernenergie würden die Strompreise sicher teurer. Zudem gebe es auch schon konkrete Angebote von Energieversorgern, die zusätzliche und nicht erwartete Gewinne für "Energieforschung, Energieverbesserung oder aber auch niedrigere Tarife" einsetzen wollten.

"Was die Stromproduktion anbelangt, so ist Deutschland immer gut damit gefahren, wenn wir gesagt haben, wir wollen einen Energie-Mix", sagte Angela Merkel. Dieser Mix werde einen wachsenden Anteil erneuerbarer Energien haben und auch auf Kohle nicht verzichten können.

Merkel bekräftigt Forderung nach Laufzeitverlängerung

Gegenüber N24 und Sat.1 sagte die Kanzlerin weiter: "Ich halte es nicht für richtig, und die Union insgesamt nicht, aus der Kernenergie vorzeitig auszusteigen, so lange wir noch sicher laufende Kernkraftwerke haben". Für diesen Energie-Mix wolle sie werben, denn es gebe "nicht das eine gegen das andere", es müsse eine zunehmend erneuerbare Energieversorgung geben und das Sparen von Energie.