In Deutschland erzeugen

Merkel für mehr nationale Autonomie bei Energieerzeugung

Die Kanzlerin hat sich für eine autonome Energieversorgung in Deutschland ausgesprochen. Die Energie, die in Deutschland gebraucht werde, solle möglichst auch in Deutschland erzeugt und nicht aus dem Ausland dazugekauft werden müssen, sagte sie auf einem Kongress zur Zukunft des Ruhrgebiets.

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Essen (ddp/sm) - Energieerzeugung und Klimaverträglichkeit müssten dabei aber im Einklang stehen. Dabei verteidigte die Bundeskanzlerin vor den rund 400 Gästen aus Wirtschaft und Politik den sozialverträglichen Ausstieg aus dem subventionierten Steinkohlebergbau an der Ruhr bis zum Jahr 2018. Um so wichtiger sei es, dass das Ruhrgebiet nun mit der Stärkung von Zukunftstechniken für die Zeit danach fit gemacht werde. Dazu gehöre vor allem die Informationstechnologie. Schon jetzt sei das Ruhrgebiet eine der zentralen Regionen in Deutschland, die wichtige Impulse zur Zukunft des ganzen Landes gebe. Das Ruhrgebiet stehe für die Entwicklung Deutschlands zur Industrienation.

Die Bundesregierung werde ihren Beitrag leisten, damit die Traditionsregionen in Deutschland auch weiter eine Zukunft hätten, betonte Merkel. Die Kanzlerin räumte vor diesem Hintergrund zugleich ein, dass die Investitionen des Bundes in die Infrastruktur des Ruhrgebietes zuletzt "den Erfordernissen hintergelaufen" seien. Doch hätten gerade Infrastruktur und Logistik große Bedeutung für eine Region, in der im Umkreis von drei Autostunden rund 50 Millionen Menschen wohnten.