Strom-News
"Nationale Bereitschaft"Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am letzten Tag ihrer so genannten Energiereise den Ausbau des Hochspannungsnetzes angemahnt. "Wer das neue Zeitalter der erneuerbaren Energien erreichen will, muss auch den Netzzubau akzeptieren. Sonst wird uns das nicht gelingen", sagte Merkel am Freitag in Rheinfelden.
(Foto / Abb.: P. Kirchhoff / pixelio.de)Rheinfelden/Darmstadt (ddp/red) - Die Energiewende bedeute eine völlig veränderte Netzstruktur, sagte Merkel. Welche Rolle die Energieunternehmen beim Netzausbau spielen sollten, sagte die Kanzlerin nicht. Jedoch nahm Merkel auch die Gesellschaft in die Pflicht. "Ich bin betrübt, dass noch so viele Widerstände in der Frage des Netzausbaus auftreten", so die Kanzlerin am Freitag im hessischen Darmstadt.
Ein pauschales Bekenntnis für erneuerbare Energien reiche nicht aus, wenn die Menschen sich über Windkraftanlagen in der Nachbarschaft beschwerten und gegen neue Leitungen protestierten. Der Widerstand könne sich zu einem ernsten Hindernis entwickeln, warnte die Kanzlerin. Es müsse eine "nationale Bereitschaft" geben, den Ausbau der Infrastruktur zuzulassen.
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Der Leiter der RWE-Tochter Innogy, Fritz Vahrenholt, setzt in Nordrhein-Westfalen auf den Ausbau der Windkraft. "Wir brauchen mehr Windkraft für NRW", sagte Vahrenholt der "Rheinischen Post". Zudem wolle RWE weiterhin Milliarden in Windparks in der Nordsee investieren.
Erstmals in diesem Jahrzehnt sind 2009 die globalen CO2-Ausstöße zurückgegangen. Angesichts der Wirtschaftskrise fällt dieser Rückgang jedoch geringer aus als erwartet. Gleichzeitig wurden die Ausgaben für erneuerbare Energien um weitere fünf Milliarden Euro erhöht. Wind- und Solarenergie verzeichneten einen neuen Rekordzuwachs.
Erneuerbare Energien sind für Jugendliche einer Umfrage des Forsa Instituts zufolge "besonders wichtig". Die im Vorfeld eines Jugendkongresses durchgeführte Studie ergab zudem den Wunsch der Judendlichen nach neuen Berufsbildern in diesem Bereich.
Die Hindernisse beim Ausbau der Stromnetze könnten nach Vorstellungen des CSU-Politikers Georg Nüßlein mit Hilfe der Deutschen Bahn beseitigt werden. Hintergrund der Überlegungen ist dem Magazinbericht zufolge der hohe Investitionsbedarf bei der Netzinfrastruktur. Offenbar will Bahnchef Grube den Vorschlag prüfen.
Aufgrund von Verzögerungen beim Ausbau der Stromnetze müssen Anlagen zur Gewinnung von Ökostrom immer wieder vom Netz genommen werden. Notwendig seien sogenannte Abregelungen, die eine Überlastung der Netze mit zu viel Strom verhindern sollen. Ein weiterer Aus- und Umbau der Netze ist überfällig.Strompreise vergleichen
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