Treffen in Berlin

Merkel erhofft sich von Energiegipfel wichtige Impulse

Wie bereits mehrfach berichtet, wird sich Bundeskanzlerin Merkel am 3. April in Berlin mit Vertretern der Branche und Verbänden zum Energiegipfel treffen. Die Erwartungen daran sollten nicht allzu hochgeschraubt werden, mindestens aber wird wohl ein eventueller Ausstieg vom Atomausstieg kein Thema sein.

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Stuttgart (ddp/sm) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erhofft sich von dem Energiegipfel Anfang April wichtige Impulse für ein langfristiges Energiekonzept. "Die Energiegespräche sollen bis zum Herbst 2007 zu einem Energiekonzept für Deutschland mit einer Perspektive bis zum Jahr 2020 führen", sagte sie den "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstagausgabe).

Mit Blick auf die Debatte um eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken verwies Merkel auf den Koalitionsvertrag. Bei dem Gipfel würden "auf der Grundlage der Koalitionsvereinbarung" alle Fragen angesprochen. Die Kanzlerin fügte hinzu: "Die Frage, welchen Energieträgern wir zukünftig welchen Teil unserer Energieversorgung anvertrauen, werden wir mit den Zielen der Versorgungssicherheit, der Wirtschaftlichkeit und des Klimaschutzes gemeinsam intensiv erörtern."

Zum Atomausstieg generell sagte Merkel, sie habe ihre persönliche Haltung immer deutlich gemacht, wonach Deutschland "die sichersten Kernkraftwerke der Welt" habe. Für die Bundesregierung gelte aber das, was gemeinsam im Koalitionsvertrag für diese Legislaturperiode festgelegt worden sei.