"Gezieltes Abwerfen von Last"

Menschliches Versagen offenbar verantwortlich für Stromausfall

Der Energiekonzern E.ON wird die Öffentlichkeit einem Medienbericht zufolge voraussichtlich Anfang kommender Woche über die Ursache des europaweiten Stromausfalls vom vergangenen Samstag informieren. Experten gehen demnach von menschlichem Versagen aus.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Wie "Die Welt" vorab unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, gilt bei den deutschen und internationalen Ermittlungsgruppen "menschliches Versagen" inzwischen als die wahrscheinlichste Ursache des Netzzusammenbruchs.

Das legten auch Ausführungen des Vorstandsvorsitzenden der E.ON Energie AG, Johannes Teyssen, vor dem Deutschen Nationalen Komitee des Weltenergierates in Berlin nahe, schreibt das Blatt. Die "Betriebsstörung" habe nichts mit der Qualität des Stromnetzes zu tun, sagte Teyssen dort am Mittwoch nach Angaben der Zeitung. Es habe sich zudem nicht um einen "Blackout" gehandelt, sondern um "ein bewusstes und gezieltes Abwerfen von Erzeugungslast, eben um einen Blackout zu verhindern", sagte Teyssen weiter.

Bei dem Stromausfall am vergangenen Samstagabend ab 22.10 Uhr waren weite Teile Deutschlands und Europas zwischen einer halben Stunde und zwei Stunden ohne Strom.