10 Kilometer lang

Menschenkette gegen Atomkraft in München am Samstag

Am morgigen Samstag (9. Oktober) wollen Atomkraftgegner aus ganz Bayern mit einer zehn Kilometer langen Menschenkette durch München für einen Ausstieg aus der Kernenergie und eine Energiewende demonstrieren. Bis zu 15.000 Menschen werden zu der Protestaktion erwartet.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

München (dapd-bay). "Das größte Oppositionsbündnis, das Bayern je gesehen hat!" - So beschreibt der Landesvorsitzende der Grünen, Dieter Janecek, die für Samstag geplante Großdemonstration gegen Atomenergie. Organisiert wurde diese von der "Kettenreaktion Bayern", einem Bündnis von Bürgerinitiativen, Umweltverbänden, kirchlichen Gruppen und Parteien. So gehören dem Trägerkeis der "Kettenreaktion" neben Grünen und SPD auch Freie Wähler, Linkspartei und ödp an. Grünen-Chef Janecek freut sich über den "bunten überparteilichen Kreis" von Organisatoren. Der "Kettenreaktion" sei es gelungen, "ein Netz von den größten bis zu den kleinsten Bürgerinitiativen Bayerns" zu knüpfen, lobt Janecek.

Menschenkette durch ganz München

Die Protestaktion startet ab 12.30 Uhr mit drei Auftaktkundgebungen. Ab 14.00 Uhr wollen die Demonstranten dann eine Menschenkette bilden, die sich durch die ganze Stadt zieht. Das Band soll den Planungen zufolge von der CSU-Parteizentrale an der Nymphenburger Straße im Stadtteil Neuhausen bis zum Bayerischen Umweltministerium im Arabellapark, im Osten Münchens, reichen. Die Menschenkette soll dabei auch an der Konzernzentrale des Energieunternehmens E.ON, an der Staatskanzlei und am Wirtschaftsministerium in der Prinzregentenstraße vorbeiführen.

Auf einer zentralen Kundgebung auf dem Odeonsplatz sollen ab 15.30 Uhr unter anderem Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) und der Oberösterreichische Landesrat Rudolf Anschober (Grüne) sprechen. Außerdem ist ein Open-Air-Konzert geplant. Bis zum Abend wollen dort Musiker wie Hans Söllner, Haindling und die Biermösl Blosn auftreten.

15.000 Teilnehmer werden erwartet

Nach Berechnungen der Organisatoren wären mindestens 3.000 Menschen nötig, um die zehn Kilometer lange Kette schließen zu können. Mittlerweile erwarten Veranstalter und Polizei aber bereits ein Vielfaches an Teilnehmern, bis zu 15.000. "Mit einer Demonstration, wie es sie in Bayern bislang kaum gegeben hat werden die Menschen zeigen, wie wichtig ihnen eine saubere Zukunft ist. Ministerpräsident Seehofer darf sich darüber nicht hinwegsetzen", sagt Konen.