Umfrage

Mehrkosten beim E-Auto: Wo liegt die Schmerzgrenze?

Wer ein E-Auto kaufen möchte, zahlt trotz Umweltbonus im Vergleich zu PKW mit Verbrennungsmotoren drauf. Bei welchem Betrag ziehen die Deutschen den Schlussstrich?

UmweltfreundlichInsgesamt würden einer Umfrage zufolge 38 Prozent der Deutschen mehr ausgeben, um sich ein E-Auto anzuschaffen.© Markus Mainka / Fotolia.com

Flensburg – Die Bundesregierung unterstützt den Kauf von einem Elektroauto mittlerweile mit bis zu 4.000 Euro. Aber genügt das, um die Deutschen von alternativen Antrieben zu überzeugen? Schließlich sind E-Autos deutlich teurer in der Anschaffung.

Umfrage: Nur 38 Prozent würden mehr Geld für ein E-Auto ausgeben

Laut einer repräsentativen Umfrage der Stadtwerke Flensburg könnten sich 38 Prozent aller Deutschen vorstellen, für ein E-Mobil mehr Geld auszugeben als für ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Die Mehrheit von 62 Prozent ist dazu nicht bereit.

Bei Frauen und Älteren über 50 Jahren ist dieser Wert noch höher. Für rund 70 Prozent dieser Gruppe dürfte ein strombetriebenes Auto nicht mehr kosten als eines mit konventionellem Antrieb.

Wie viel mehr würden Deutsche für ein Elektroauto zahlen?

Für nahezu alle Befragten (91 Prozent), die mehr Geld ausgeben würden, ist allerdings bei einem Mehrpreis von 5.000 Euro die obere Grenze der zusätzlichen Zahlungsbereitschaft für elektrisches Fahren erreicht. Bei detaillierterer Betrachtung sind hier drei Untergruppen zu identifizieren: Für 30 Prozent ist bei 1.000 Euro mehr für das Fahren mit Strom aus der Steckdose Schluss, der Hauptgruppe (36 Prozent) ist ein E-Mobil 1.001 – 3.000 Euro mehr Wert und 25 Prozent würden 3.001 – 5.000 Euro für ein Elektroauto mehr ausgeben.

Umfrage: Bisher zu wenig E-Tankstellen

Tendenziell nimmt die Bereitschaft für ein E-Mobil mehr zu bezahlen mit zunehmendem Alter ab. Beim Geschlecht gibt es hier keinen großen Unterschied. Für „finanziell attraktiv“ hält nur eine Minderheit von rund einem Fünftel der Befragten ein Auto mit Elektromotor.

42 Prozent der Befragten ist bekannt, wie und in welcher Höhe die Bundesregierung den Kauf eines E-Mobils fördert. Bei Frauen wissen dies 31 Prozent, während die Älteren ab 50 mit einem Anteil von 50 Prozent besser informiert sind als der Bundesdurchschnitt.

Eine eindeutige Meinung besteht hinsichtlich der der Abdeckung des Landes mit E-Tankstellen. 92 Prozent aller Befragten halten diese für nicht ausreichend, unabhängig von Alter und Geschlecht.