Grünes Licht

Mehrheitsbeteiligung der EnBW an der ZEAG vollzogen

Das Bundeskartellamt hat der Übernahme von 50,1 Prozent an der ZEAG durch die EnBW zugestimmt. Wichtige Voraussetzung für die Zustimmung der Kartellbehörde war beispielsweise die Zusage der ZEAG, ihre Netznutzungsentgelte für Strom zum 1. September 2002 zu senken und die neuen Preise im Internet zu veröffentlichen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Nach dem offiziellen Freigabebeschluss des Bundeskartellamts über den Verkauf der ZEAG-Aktien der Stadt Heilbronn an die EnBW Energie Baden-Württemberg AG vom 29. Juli 2002 wurde die Mehrheitsbeteiligung der EnBW an der ZEAG vollzogen. Die Übertragung der städtischen ZEAG-Aktien in Höhe von 50,1 Prozent an die EnBW sowie die Bezahlung des Kaufpreises in Höhe von 159,1 Millionen Euro ist zu Beginn der Woche erfolgt.

Wichtige Voraussetzung für die Zustimmung der Kartellbehörde war nach Angaben von Gerhard Jochum, EnBW-Vorstandsmitglied, die Umsetzung von Maßnahmen der ZEAG und EnBW, die die kartellrechtlichen Bedenken kompensierten. So sei vereinbart worden, dass die ZEAG ihre Netznutzungsentgelte für Strom zum 1. September 2002 senkt und die neuen Preise im Internet veröffentlicht. Desweiteren habe die EnBW von ihr belieferten Strom-Verteilerwerken im Umland von Heilbronn ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt.

Mit der Übertragung der städtischen ZEAG-Anteile hält die EnBW nunmehr 62,22 Prozent der Stimmrechte der ZEAG (vorher 12,1 Prozent). Damit hat die EnBW den Schwellenwert zur Abgabe eines Pflichtangebots von mindestens 30 Prozent der Stimmrechte überschritten und ist laut Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) verpflichtet, allen außenstehenden ZEAG-Aktionären ein Angebot zum Kauf ihrer ZEAG-Aktien zu unterbreiten. Ein solches Angebot werde, so Gerhard Jochum, in den nächsten Wochen erstellt und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zur Prüfung übermittelt.