szmtag
07.06.2010, 10:34 Uhr

Strom-News

Illegale Marktkontrolle

Mehrere Gasanbieter wegen Preisabsprache vor Gericht

Seit dem heutigen Montag verhandelt das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf in einem Bußgeldverfahren gegen sieben Flüssiggas-Unternehmen. Das teilte ein Justizsprecher mit. Dabei geht es um den Vorwurf interner Absprachen und der Nennung völlig überhöhter Preise den Kunden gegenüber.

Düsseldorf (ddp/red) - Das Bundeskartellamt hatte im Dezember 2007 gegen die marktführenden Flüssiggas-Unternehmen und ein von ihnen betriebenes Transportunternehmen Geldbußen in Höhe von rund 250 Millionen Euro verhängt. Insgesamt zehn Gasanbieter halten jedoch die verhängten Bußgelder für nicht gerechtfertigt und haben daher Einspruch eingelegt.

Zunächst wird den Angaben zufolge gegen sechs der Unternehmen und das Transportunternehmen verhandelt, gegen die drei weiteren Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Gasanbieter sollen zwischen 1997 und 2005 für die Produkte Tankgas und Flaschengas Kundenschutzvereinbarungen getroffen und abgestimmt haben, sich nicht gegenseitig Haushalts- und Gewerbekunden abzuwerben. Wechselwilligen Kunden soll auf Nachfrage kein oder ein überhöhter "Abschreckungspreis" genannt worden sein.

Zur Kontrolle der Absprachen sollen sich die Unternehmen über Kundenanfragen gegenseitig informiert haben. Auf diese Weise soll rund die Hälfte des deutschen Flüssiggas-Marktes kontrolliert und die Preise kartellbedingt um bis zu 100 Prozent überhöht gewesen sein.

Für das Verfahren sind 22 Prozesstage vorgesehen. Ein Urteil gegen die Gasanbieter wird Ende September erwartet.

© 2001-2012 strom-magazin.de

Diesen Artikel empfehlen

Der Newsletter von Strom-Magazin.de

Ähnliche Nachrichten zur News "

Mehrere Gasanbieter wegen Preisabsprache vor Gericht

"
  • FlexGas: Neuer günstiger Gasanbieter
    flexgas; Der Gasanbieter FlexGas bietet ab sofort Gastarife deutschlandweit an und möchte so Schwung in den Gasmarkt bringen. Eine Preisbindung an Öl oder andere Energieträger gibt es bei FlexGas nicht. Die Bundesnetzagentur hatte vor kurzem die Voraussetzung für mehr Wettbewerb geschaffen.
  • Klage im Namensstreit um "Stadtwerke" abgewiesen
    swb;bremen Im Streit um den Namen des Bremer Gaslieferanten swb hat das Landgericht Bremen nun gegen den Kläger goldgas entschieden. Dieser wollte den Namen verbieten lassen, da er den Verbraucher in die Irre führe. Goldgas geht es dabei um eine grundsätzliche Entscheidung: Dürfen private Gasanbieter sich "Stadtwerke" nennen?
  • Gasmarkt: Mitgas verbessert Zahlen in Ostdeutschland
    Mitgas Die Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH (Mitgas) hat im Geschäftsjahr 2009 einen Jahresüberschuss von 38,8 Millionen Euro erwirtschaftet, über 13 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Umsatz und Gasabsatz gingen hingegen zurück. Der regionale Anbieter ist der größte seiner Art in Ostdeutschland.
  • RWE investiert Milliarden in ägyptisches Gasfeld
    RWE Der Essener Gasanbieter RWE will mit einer Milliardeninvestition vor der ägyptischen Küste seine Gasproduktion ausbauen. Die Konzerntochter Dea will offenbar eine Rekordsumme in das Projekt stecken. Langfristig plant RWE seine Gas- und Ölproduktion zu verdoppeln.
  • Kabinett will für mehr Wettbewerb im Gasmarkt sorgen
    Gas Das Bundeskabinett hat den Entwurf zur Neufassung der Gasnetzzugangsverordnung beschlossen. Diese ziele darauf, den Wettbewerb auf dem Gasmarkt zu beleben, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Neue Gasanbieter sollen so einfacher in den Gasmarkt eintreten können.
Strompreise
Strom-Infos
Strom kündigen
Ratgeber und Infos
?>