Atommüll-Triathlon

Mehrere Demonstrationen gegen Atomenergie am Wochenende

Mit mehreren Protestaktionen haben Atomkraftgegner aus Niedersachsen am Wochenende für eine Abschaltung der Kernkraftwerke und einen Neuanfang bei der Endlagersuche demonstriert. Dabei kamen in Salzgitter rund 130 Atomkraftgegner zu einem Fackelumzug zusammen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Salzgitter/Gorleben (ddp/red) - In Magdeburg beteiligten sich die Atomkraftgegner am Samstag an der Übergabe von mehreren Tausend Einwendungen gegen die geplante Betonverfüllung des Atommülllagers Morsleben an das Umweltministerium. Am Sonntag waren Umweltschützer am Atommülllager Asse und am Endlagerbergwerk in Gorleben nach Angaben örtlicher Initiativen zu "Sonntagsspaziergängen" aufgerufen.

Aktion gegen Atommüll-Transporte

Dritter Programmpunkt des "Atommüll-Triathlons" war eine Kundgebung am Zwischenlager im nordrhein-westfälischen Ahaus, an der sich Vertreter aus Niedersachsen am Sonntag beteiligen wollten. Insgesamt werde bei der Aktion gegen Atommüll-Transporte mit 500 bis 1000 Menschen gerechnet, hatte ein Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad gesagt.

Fackelzug bei Schacht Konrad in Salzgitter

Am geplanten Atommüllendlager Schacht Konrad in Salzgitter waren bereits am Freitag rund 130 Atomkraftgegner zu einem Fackelzug zusammengekommen. Mit dabei waren Trecker. Die Kundgebung wurde von Gewerkschaften, Kirchen und atomkritischen Landwirten unterstützt. Das Bundesverfassungsgericht hatte kürzlich die Beschwerde eines Anwohners abgewiesen und so den Weg für den Bau des Endlagers Schacht Konrad frei gemacht.