Projekt

Mehr Stromspar-Checks für Haushalte mit kleinem Einkommen

Die Initiative mit den sogenannten Stromspar-Checks wird weiter ausgebaut. Die Bundesregierung will in den kommenden drei Jahren weitere 30 Millionen in die Maßnahme investieren, die finanzschwachen Haushalten beim Energiesparen helfen sollen.

Stromfresser© jogyx / Fotolia.com

Berlin - In Deutschland sollen weitere 120.000 Haushalte mit kleinen Einkommen Besuch von Stromspar-Beratern bekommen. Die Bundesregierung steckt in den kommenden drei Jahren rund 30 Millionen Euro in das Projekt und will dabei auch mehr Städte und Gemeinden ins Boot holen. "Wir wollen erreichen, dass den Kommunen klar wird, dass es da Einsparpotenzial gibt", sagte Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Montag in Berlin. Denn sinkende Lebenshaltungskosten der betroffenen Haushalte entlasteten auch die Kommunen finanziell.

Strompar-Checks in 210.000 Haushalten

Für die sogenannten Stromspar-Checks besuchen Berater Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld zu Hause, geben Energiespartipps und verteilen Hilfsmittel wie ausschaltbare Steckdosen oder sparsame Duschköpfe. Die Caritas und der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen (eaD) organisieren die Checks seit 2008. Bisher wurden mehr als 210.000 Haushalte beraten, die dadurch rund 150 Euro Energie- und Wasserkosten im Jahr sparen.

Abwrackprämie als Zusatzmaßnahme

Seit Beginn des Projekts hat der Bund die Stromspar-Checks mit 60 Millionen Euro gefördert. Ergänzend gibt es seit 2014 eine "Abwrackprämie" für Kühlschränke. Finanzschwache Haushalte bekommen 150 Euro, wenn sie ihre alten, stromfressenden Kühlschrank durch einen neuen, sparsamen austauschen. Bislang wurden so nach eaD-Angaben rund 4.900 neue Kühlschränke mitfinanziert und und 23.000 Gutscheine verteilt.

Quelle: DPA