Lass die Sonne rein...

Mehr Sonnenenergie: Plattform RegioSolar gestartet

In Berlin wurde heute zur Unterstützung der Solarenergie-Nutzung von Umweltministerium und Bundesverband Solarindustrie eine gemeinsame Initiative gestartet. Die Plattform "RegioSolar" soll die bundesweit rund 600 regionalen Aktivitäten vernetzen, Erfahrungen verbreiten und konkrete Hilfestellungen geben.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Bundesumweltministerium und Bundesverband Solarindustrie (BSi) haben zur Unterstützung der Solarenergie-Nutzung eine gemeinsame Initiative gestartet. Die Plattform "RegioSolar" soll die bundesweit rund 600 regionalen Aktivitäten vernetzen, Erfahrungen verbreiten und konkrete Hilfestellungen geben. Das Projekt wurde heute in Berlin auf der ersten Bundeskonferenz für Solarinitiativen vorgestellt. Auf der zweitägigen Veranstaltung präsentieren sich knapp 50 regionale Initiativen.

In einem Grußwort betonte Bundesumweltminister Jürgen Trittin, der wegen der letzten Lesung der Novelle zum Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) im Bundestag an der Konferenz nicht persönlich teilnehmen konnte, "nur durch das Zusammenspiel von Markteinführungsinstrumenten auf Bundesebene und den vielfältigen Solarinitiativen vor Ort können die großen Markterfolge erzielt werden". Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die deutsche Solarbranche mit ihren 10 000 Mitarbeitern bereits einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro. Derzeit liegt der Beitrag des Solarstroms an der Deckung der Energienachfrage in Deutschland noch im Promille-Bereich. Bis 2050 soll der Anteil nach Angaben des Bundesumweltministeriums bei der Stromerzeugung auf bis zu zehn Prozent steigen, bei der Solarwärme auf bis zu 20 Prozent.

Nach BSi-Angaben dürfte der Photovoltaik-Bereich aufgrund der neuen EEG-Einspeisungsverordnung im laufenden Jahr ein Marktwachstum von über 50 Prozent erreichen, im Bereich Solarwärme von über 30 Prozent. Nach Abschluss der Konferenz wird die Initiative mit ihrer Internetseite die praktische Tätigkeit aufnehmen, um so den angestrebten "Multiplikatoreffekt" zu erzielen. Hinter den lokalen Initiativen stehen örtliche Solar- und Umweltverbände, Kommunen, Landkreise, Handwerksinnungen, Kirchengemeinden, Energieagenturen und Stadtwerke. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt bisher im Süden und im Südwesten der Bundesrepublik.

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