Statistik

Mehr Rohölimporte im Juni 2006

Im Juni 2006 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 9,5 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Das waren 9,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (8,7 Millionen Tonnen).

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Eschborn (red) - Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl betrug im Juni 388,43 Euro und lag damit um 26,8 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (306,35 Euro). Die deutsche Rohölrechnung belief sich im Juni damit auf 3,7 Milliarden Euro und lag um 1,04 Milliarden Euro höher als im Vorjahresmonat.

Im Vergleich des 12-Monats-Zeitraums Juli 2005 bis Juni 2006 mit der entsprechenden Referenzperiode Juli 2004 bis Juni 2005

  • sanken die Rohöleinfuhren um 0,1 Prozent von 111,3 auf 111,2 Millionen Tonnen,
  • fiel die deutsche Rohölrechnung im aktuellen Zeitraum mit 41,2 Milliarden Euro um 12,6 Milliarden Euro höher aus und
  • lag der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl aktuell mit 370,57 Euro (vorher 257,02 Euro) im Schnitt um 44,2 Prozent höher.

Die fünf wichtigsten von insgesamt 29 Lieferländern waren bisher die Russische Föderation (36,7 Millionen Tonnen), Norwegen (18,1 Millionen Tonnen), Großbritannien (13,8 Millionen Tonnen), Libyen (13,3 Millionen Tonnen) und Kasachstan (7,4 Millionen Tonnen). 28,6 Prozent der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen, 23,3 Prozent wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.