Hoher CO2-Ausstoß

Mehr Öko-Strom gefordert: Brandenburg stellt Umweltbericht vor

Bis zu zwei Drittel des brandenburgischen Strombedarfs könnten nach Ansicht des Landesumweltamtes im Jahr 2020 aus erneuerbaren Energien kommen. Das geht aus einer Analyse hervor, die in dem von der Behörde vorgestellten Umweltdatenbericht 2007 enthalten ist.

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Potsdam (ddp-lbg/sm) - Wie Landesumweltamtspräsident Matthias Freude hervorhob, habe das Land bei der Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes Nachholbedarf. Nach Nordrhein-Westfalen produziere Brandenburg im bundesweiten Vergleich den zweithöchsten CO2-Ausstoß. Hauptverursacher seien die Kraftwerke Schwarze Pumpe und Jänschwalde. Sie zeichneten für fast 75 Prozent der brandenburgischen Kohlendioxid-Emission verantwortlich.

Brandenburg solle künftig umweltfreundlich erzeugten Strom aus Solar- und Windenergie sowie Biomasse stärker nutzen, um den steigenden Energieverbrauch in der Zukunft zu decken, empfiehlt der Bericht. Auf lange Sicht liege in der Solarenergienutzung das größte Potenzial, sagte Freude. Um Biomasse und Windenergie optimal auszuschöpfen, müssten ältere durch leistungsstärkere Anlagen ersetzt werden.

Zwar sei bis 2020 "eine Zunahme der Treibhausgasemissionen gegenüber dem derzeitigen Niveau nicht auszuschließen". Jedoch müsse die Steigerung "deutlich geringer ausfallen als der Anstieg des Energieverbrauchs". Da die Energiewirtschaft in Brandenburg Hauptverursacher der CO2-Emission sei, müsse vor allem dort eine Umstellung erfolgen, sagte Umweltstaatssekretär Dietmar Schulze im Zusammenhang mit dem geplanten Umbau des Kraftwerkes Jänschwalde in einen CO2-armen Energiestandort.