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Mehr Geld für Öl: Zahl der Bohrlöcher nimmt zu

Die Ölpreise erholen sich seit dem vergangenen Sommer ganz allmählich. Wird damit auch die Frackingtechnologie wieder attraktiver? Die Zahl aktiver Bohrlöcher weltweit ist zumindest kontinuierlich gestiegen, so ein Bericht der US-Ausrüsterfirma Baker Hughes.

Erdölförderung© Jim Parkin / Fotolia.com

Housten - Mit dem jüngsten Anstieg der Ölpreise ist auch die Zahl der aktiven Bohrlöcher weiter gestiegen. Weltweit seien im Dezember im Schnitt 1.772 Bohranlagen für Rohöl und Gas in Betrieb gewesen, teilte die US-amerikanische Ausrüsterfirma Baker Hughes am Montag mit. Damit ist die Zahl der aktiven Bohrlöcher seit dem vergangenen Sommer kontinuierlich gestiegen; der Zuwachs seit dem Juli 2016 beträgt fast 20 Prozent.

Zunahme der Frackingtechnologie?

Einen besonders starken Anstieg der aktiven Bohrlöcher verzeichnete Baker Hughes in den USA. Bis zum 6. Januar zählte die Firma 665 Bohrlöcher und damit so viele wie seit einem Jahr nicht mehr nicht mehr. Durch den jüngsten Anstieg der Ölpreise wird die kostspielige Frackingtechnologie für die Förderfirmen wieder attraktiv. Die umstrittene Fördermethode kommt vor allem in den USA verstärkt zum Einsatz.

Opec-Einigung führte zur Erholung der Ölpreise

Die Ölpreise haben sich seit einem Absturz bis unter die Marke von 30 Dollar je Barrel (159 Liter) im Frühjahr 2016 in der Tendenz deutlich erholen können. Zuletzt wurde ein Fass US-Rohöl zu einem Preis von über 52 Dollar gehandelt. Als eine der wesentlichen Gründe für die Erholung der Ölpreise gilt eine Einigung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und anderer wichtiger Ölnationen auf eine Förderkürzung.

Quelle: DPA