Weniger Geld, mehr Bewilligungen

Mehr geförderte "Vor-Ort-Beratungen" in Wohngebäuden

Das zunächst bis zum Jahresende befristete Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums "Energieeinsparberatung vor Ort" ist geändert und bis Ende 2009 verlängert worden. Damit soll die Förderung einer erheblich größeren Zahl von interessenunabhängigen Beratungen ermöglicht werden.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Wie aus dem Ministerium verlautbart, erhalten Eigentümer (und Mieter mit Zustimmung des Eigentümers) Gutachten mit detaillierten technischen Hinweisen beispielsweise darüber, ob Verbesserungen des Wärmeschutzes bauphysikalisch sinnvoll erscheinen, eine Umstellung oder Erneuerung der Heizungsanlage empfehlenswert ist und eine Nutzung erneuerbarer Energien in Betracht kommt. Gleichzeitig wird der erforderliche finanzielle Aufwand ermittelt und die Wirtschaftlichkeit der entsprechenden Investition errechnet. Die Gutachten werden von qualifizierten und anbieterunabhängigen Ingenieuren oder Gebäudeenergieberatern (HWK) erstellt. Bezuschusst werden Beratungen von Haus- und Wohnungseigentümern sowie kleinen und mittleren Unternehmen für Wohngebäude und Wohnungen, für die die Baugenehmigung vor 1984 (in den neuen Bundesländern: vor 1989) erteilt wurde.

Die Zahl der Anträge auf Vor-Ort-Energieberatungen hat sich den Angaben zufolge im ersten Halbjahr 2006 gegenüber dem Jahr 2004 nahezu verfünffacht. Mit den für 2006 und voraussichtlich 2007 zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln konnte dies bei weitem nicht abgedeckt werden. Deshalb wird jetzt die Zuschusshöhe pro Beratung verringert bei gleichzeitiger Erhöhung des Gesamtvolumens der Mittel. Außerdem wurde das Antragsverfahren gestrafft.

Unabhängig von den Gesamtkosten der Beratung wird jetzt für ein Ein- bzw. Zweifamilienhaus ein Zuschuss von 175 Euro und für Wohngebäude mit mindestens drei Wohneinheiten ein Zuschuss von 250 Euro als Festbetrag gezahlt. Bisher waren es für Ein- und Zweifamilienhäuser 300 Euro und Mehrfamilienhäuser 320 Euro bis 400 Euro. Die darüber hinausgehende Kosten und die Umsatzsteuer hat der jeweilige Hauseigentümer zu tragen.

Förderanträge sind von antragsberechtigten Energieberater/innen vor Beginn der Beratung mittels eines neu entwickelten elektronischen Antragsverfahrens an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu richten.

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