Von Januar bis Mai 2002

Mehr Erdgas für weniger Geld importiert

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres hat die Bundesrepublik aus Russland, Norwegen, Dänemark, Großbritannien und den Niederlanden 4,9 Prozent mehr Erdgas importiert als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Wert der Erdgasimporte betrug 4,36 Milliarden Euro und ist im Schnitt um etwa 21 Prozent gesunken.

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Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lagen die deutschen Erdgasimporte im Zeitraum Januar bis Mai dieses Jahres mit 1.324.139 Terajoule (TJ) um 4,9 Prozent über der entsprechenden Menge des Vorjahres (1.262.696 TJ).

Der Wert der Erdgasimporte aus russischen, niederländischen, norwegischen, dänischen und britischen Fördergebieten betrug in diesem Zeitraum 4,365 Milliarden Euro (Vorjahr 5,290 Milliarden Euro).

Der Grenzübergangspreis pro TJ Erdgas lag im Mai mit 3.194,48 Euro um 22,8 Prozent unter dem Preis im Mai 2001 (4.135,57 Euro).

Damit sind die Einfuhrpreise seit Januar im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um 21,3 Prozent von 4.189,61 Euro auf 3.296,42 Euro pro TJ Erdgas gesunken.

Der Grenzübergangspreis zeigt den Wert einer Ware an der deutschen Grenze. Nicht enthalten sind beispielsweise die deutsche Erdgassteuer und die Erwerbsteuer bei Lieferungen aus EU-Ländern bzw. die Einfuhrumsatzsteuer bei Zugängen aus Drittländern. Die Entwicklung des Erdgaseinfuhrpreises folgt in der Regel mit einer gewissen Zeitverzögerung den Preisen für Mineralöl.