Mehrkosten durch EEG

Mehr Durchblick bei der Stromrechnung

Stromkunden erfahren künftig bundesweit einheitlich und transparenter, welche Mehrkosten ihnen Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entstehen. Dies regelt die so genannte Ausgleichsmechanismusverordnung (AusglMechV), der der Deutsche Bundestag gestern zugestimmt hat.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Mit der neuen Verordnung werde die Transparenz des EEG deutlich erhöht, so Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Für die Unternehmen bringt die Verordnung Planungssicherheit, Effizienzsteigerungen und damit Kosteneinsparungen.

Die Energiewirtschaft erwartet von der neuen Regelung eine deutlich verbesserte Effizienz des EEG. Wurden bisher die nach dem EEG vergüteten Strommengen in einem aufwändigen Verfahren auf alle Stromvertriebsunternehmen in Deutschland verteilt (EEG-Ausgleichs-mechanismus), soll ab dem 1. Januar 2010 nur noch ein rein finanzieller Ausgleich für den EEG-Strom erfolgen. Dieser soll künftig von den vier Übertragungsnetzbetreibern an der Strombörse EEX in Leipzig am Spotmarkt verkauft werden. Dabei bleibt die Investitionssicherheit für die Betreiber von regenerativen Anlagen gewährleistet. Schätzungen der Bundesregierung zu Folge könnten die Einsparungen im "dreistelligen Millionenbereich" liegen.

Der Verband bedauere jedoch, dass neben dem Ausgleichsmechanismus nicht auch noch deutlichere Anreize zur Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien beschlossen wurden. So werde es in dieser Legislaturperiode keine sachgerechte Lösung für die Marktintegration der erneuerbaren Energien mehr geben.