Jahreswechsel

Mehr als 300 Stromanbieter erhöhen die Preise

Inzwischen haben gut 300 Stromanbieter laut dem Vergleichsportal Verivox eine Preiserhöhung zum Jahreswechsel angekündigt. Damit steigt der Strompreis für an die neun Millionen Haushalte um durchschnittlich 3,4 Prozent. Das sind mehr Anbieter als zunächst erwartet, und Experten erwarten weitere Anhebungen im laufenden Jahr.

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Essen (dpa/red) - Die Erhöhung der Strompreise fällt im Durchschnitt nicht so hoch aus wie im vergangenen Jahr, etwa wegen der niedrigeren Strombeschaffungskosten an der Börse, die manche Versorger derzeitig an die Kunden weitergeben. Außerdem stagnieren in einigen Regionen die Netzentgelte. Experten erwarten allerdings, dass im Laufe des Jahres noch etliche Versorger mit Erhöhungen nachziehen. So sind es beispielsweise gerade Tarife mit Festpreisgarantie, die sich bei einem Stromanbieterwechsel bezahlt machen könnten.

Was passiert im Sommer?

Während Anfang 2013 und in den ersten Monaten danach praktisch die gesamte Branche vom Stadtwerk über Discounter bis zu den Energieriesen erhöhte, bleiben in diesem Jahr die Preise der vier Großen E.on, RWE, EnBW und Vattenfall zunächst konstant. Wie lange die Bescheidenheit der Versorger anhält, steht erst mal dahin. Branchenexperten erwarten Erhöhungen zur zweiten Jahreshälfte. "Im Juni ist Fußball-WM, da sitzt ganz Deutschland vor dem Fernseher und keiner hat Lust, zum Rechner zu gehen, um sich einen neuen Anbieter zu suchen", meint ein Branchenkenner. "Da kommen die Erhöhungen."

Derzeit rund 39 Euro mehr im Jahr

Obwohl bislang keine so hohen Aufschläge bekannt wurden wie zum vorherigen Jahreswechsel, summieren sich die Mehrkosten pro Haushalt auf durchschnittlich 39 Euro im Jahr. Nicht nur solche Verbraucher, die weiterhin beim örtlichen Grundversorger sind, können diese Erhöhung mehr als auffangen. Der Verivox-Strompreisvergleich, den wir auch in unserem Stromrechner benutzen, zeigt günstige Tarife für den jeweiligen Wohnort an. Auch im Rechner enthalten: Eine Voreinstellung, die nur Tarife mit Preisgarantie anzeigt. Zudem wird ausgewiesen, welche Anbieter die Erhöhung der EEG-Umlage bereits eingepreist haben.

Quelle: DPA