Fördersystem anpassen

Mehr als 14 Prozent Ökostrom in Deutschland

Die Produktion von Ökostrom in Deutschland stieg auch 2007 kräftig an. Erneuerbare Energien deckten mit 86,4 Milliarden Kilowattstunden gut 14 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Laut Bundesumweltminister Gabriel ist dies der Beweis dafür, dass das EEG ein Erfolgsmodell ist.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Durch die staatliche Förderung der erneuerbaren Energien habe Deutschland das von der EU für 2010 gesteckte Ziel von 12,5 Prozent schon jetzt übertroffen, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) nach ersten Erhebungen mitteilt.

Schon heute seien erneuerbare Energien ein bedeutender Industriezweig und ein Motor für Innovation, Wachstum und Beschäftigung, so Gabriel. Mit der Novellierung des EEG will der Umweltminister die Förderung für Erneuerbare weiter ausbauen und diese Entwicklung beschleunigen.

BDEW-Präsident Werner Bringer fordert, das Fördersystem "auf den Prüfstand zu stellen, um die Erneuerbaren für den europäischen Markt fit zu machen". Die deutschen Stromkunden hätten 2007 mehr als 4,1 Milliarden Euro für die staatlich vorgegebene Förderung des Ökostroms bezahlt.

"Wir brauchen langfristig ein europaweit harmonisiertes und marktbasiertes Fördersystem", fordert Brinker. Die deutsche Energiebranche gehe davon aus, dass ein Handelssystem mit Ökostromzertifikaten zu einer deutlichen Effizienzsteigerung bei der Förderung erneuerbarer Energien führen könne, so der BDEW-Präsident weiter.

An erster Stelle bei der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen lag 2007 nach BDEW-Berechnungen erneut die Windenergie mit einem Anteil von inzwischen 6,4 Prozent. Es folgte die Wasserkraft mit 3,3 Prozent. Platz drei erreichte die Stromproduktion aus Biomasse mit 3,2 Prozent. 0,7 Prozent des Stroms wurde in Müllkraftwerken aus erneuerbarer Energie erzeugt. Zuwachs gab es auch bei der Photovoltaik, die 0,5 Prozent des Stroms lieferte.