Endlagerproblematik

Mehr als 1000 Menschen protestierten gegen Atommüll-Endlager

Zum Start der Herbstkampagne mehrerer Bürgerinitiativen gegen Atommüll-Endlager haben sich am Wochenende mehr als 1000 Menschen an Kundgebungen und Kulturveranstaltungen in Gorleben beteiligt. Es sei ein Protest mehrerer Generationen gewesen, sagte Peter Dickel von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Gorleben (ddp-nrd/sm) - Eine ältere Aktivistin hatte symbolisch den Staffelstab an eine 16-jährige Schülerin übergeben. Es sei beeindruckend, wie ernst in Gorleben gerade auch junge Menschen das Problem des Atommülls nähmen, sagte Dickel. Unter dem Leitmotiv "Gorleben brennt uns unter den Nägeln" fanden mehrere Aktionen in der Nähe der dortigen Atomanlagen statt. Bei einer "Stromwechselparty" konnten sich Interessierte zum Schritt weg vom Atomstrom beraten lassen. Nach Angaben der Veranstalter hatten allein 50.000 Stromkunden in Hamburg nach den Störfällen in den Vattenfall-Kernkraftwerken ihren Stromanbieter gewechselt.

Mit weiteren Aktionen wollen die Bürgerinitiativen der Atommüll-Endlagerstandorte Gorleben, Schacht Konrad, Morsleben und Asse II in den kommenden Wochen auf die aus ihrer Sicht ungeklärte Endlagerproblematik hinweisen. Die nächste Kundgebung während der Herbstkampagne ist am 13. Oktober in Salzgitter geplant.