Wirtschaftliche Zukunft

Mecklenburg will führende Rolle bei erneuerbaren Energien übernehmen

Die wirtschaftliche Zukunft des Landes Mecklenburg-Vorpommern liegt im Bereich der erneuerbaren Energien. Das betonten der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei, Till Backhaus (SPD), und der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Hans-Robert Metelmann, gestern in Schwerin.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Im vergangenen Jahr wurden in Mecklenburg-Vorpommern auf 37 700 Hektar Agrarrohstoffe für den Energiesektor sowie den chemisch-technischen Bereich angebaut. "Die Land- und Forstwirtschaft hat noch erhebliche Ausbaupotenziale für die Biomasseproduktion zur energetischen und stofflichen Verwertung", sagte Landwirtschaftsminister Backhaus. Gesetze wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz sowie das Marktanreizprogramm "Biogene Treib- und Schmierstoffe" aus dem Jahr 2001 des Bundes lieferten dafür günstige Vorraussetzungen. So seien bereits mehr als 30 Biogasanlagen im Land in Betrieb oder im Bau. Weitere sind in Planung. An 37 Tankstellen kann im Land Biodiesel getankt werden.

Vier Forschergruppen des Fachbereichs Agrarökologie der Universität Rostock beschäftigen sich mit erneuerbaren Energien. Die Wissenschaftler arbeiten dabei eng mit den Ingenieurwissenschaften der Fachhochschulen in Wismar, Neubrandenburg und Stralsund zusammen, um die wissenschaftlichen Ergebnisse in die Wirtschaft zu überführen. "Mecklenburg-Vorpommern hat die besten Voraussetzungen, um in Deutschland das führende Bundesland auf dem Gebiet der erneuerbaren Energie zu werden. Unsere vorrangige Aufgabe besteht jetzt darin, Forschungsergebnisse in wirtschaftlich verwertbare Ergebnisse umzuwandeln. Die Bundesministerin Bulmahn hat Mecklenburg-Vorpommern für diesen Prozess die volle Unterstützung der Bundesregierung zugesichert", erklärte Bildungsminister Prof. Hans-Robert Metelmann dazu.