Optimismus

Mecklenburg-Vorpommern wird Klimaschutzziel erreichen

"Ich bin optimistisch, dass bis zum Jahr 2010 in Mecklenburg-Vorpommern die Emission treibhausrelevanter Gase um 25 Prozent gesenkt und damit das vom Land gesetzte Klimaschutzziel erreicht werden kann", erläuterte Umweltminister Dr. Wolfgang Methling in dieser Woche in Güstrow auf einer Klimaschutzkonferenz.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Grundlage dafür sei der starke Aufschwung bei der Nutzung regenerativer Energien. "Dies hat zu einer deutlichen Reduzierung von Kohlendioxidemissionen geführt. Allein die knapp 1000 Windkraftanlagen in Mecklenburg-Vorpommern führen zu einer jährlichen Kohlendioxid-Einsparung von rund 1,7 Millionen Tonnen. Den zweithöchsten Anteil nimmt die Nutzung von Biomasse ein. Dadurch wurden im Jahr 2002 rund 133.000 Megawattstunden Strom erzeugt." Insgesamt seien 2002 fast 24 Prozent des einheimischen Stroms aus Windenergie, Biomasse und Biogas sowie aus Wasser- und Sonnenenergie erzeugt worden. "Damit steht für mich außer Frage, dass der mit dem Klimaschutzkonzept eingeschlagene Weg richtig war und weiter verfolgt werden muss. Deshalb wird im Umweltministerium daran gearbeitet, das Klimaschutzkonzept zu einem Aktionsplan Klimaschutz weiter zu entwickeln", erläuterte Methling in seiner Rede auf dem vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) veranstalteten zweitägigen Kongress.

Gleichzeitig reiche es künftig nicht mehr aus, in der Klimaschutzpolitik nur auf die "klassischen" Instrumente wie Energieeinsparung, Energieeffizienzsteigerung und Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu setzen. Vor allem das Thema des Emissionshandels werde breit diskutiert. "Dieses angestrebte Handelssystem soll zusätzlich zu den eingegangenen Verpflichtungen, auf kostenwirksame Weise zu einer Verringerung der Treibhausgasemissionen beitragen. Auch das Land Mecklenburg stellt sich auf diesen Handel ein. Ein Markt für Emissionszertifikate könnte zu einem Innovationsschub und zu neuen Produkten und Dienstleistungen im Energiebereich beitragen. Andererseits darf der Emissionshandel jedoch nicht dazu führen, alle bisherigen Aktivitäten in Frage zu stellen, zu mal sich die Wirksamkeit dieses Instrumentes erst längerfristig herausstellen wird", so der Minister weiter.