In den Startlöchern

Mecklenburg-Vorpommern will Verfahren für Erdgaspipeline zügig bearbeiten

Bei der Festlandanbindung der geplanten deutsch-russischen Ostseepipeline setzt Mecklenburg-Vorpommern auf ein zügiges Genehmigungsverfahren. Bereits im Herbst diesen Jahres könne das Raumordnungsverfahren für das Milliardenprojekt starten, sagte Verkehrs- und Bauminister Otto Ebnet (SPD) am Dienstag in Schwerin.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Schwerin (ddp-nrd/sm) - Voraussetzung sei, dass bis dahin alle Unterlagen des Investors vorlägen, so der Minister weiter. Erste Gespräche mit den Landkreisen Ostvorpommern, Demmin, Güstrow, Parchim und Ludwigslust sowie mit der Hansestadt Greifswald seien bereits für Mittwoch und Donnerstag geplant.

Die Erdgaspipeline von Wyborg im Raum Sankt Petersburg, die 2010 in Lubmin bei Greifswald anlanden wird, soll von dort über 236 Kilometer quer durch Mecklenburg-Vorpommern bis nach Boizenburg unter der Projektbezeichnung Norddeutsche Erdgasleitung (NEL) verlegt und von dort bis Achim bei Bremen verlängert werden. Die Gesamtlänge der Trasse auf dem Festland zwischen Lubmin und Bremen wird etwa 370 Kilometer betragen.

Den Plänen zufolge soll die Trasse durch mehrere Flora-Fauna-Habitat- und Vogelschutzgebiete und ein fast zwei Kilometer langes Biosphärenreservat führen. Unter anderem müssen 26 Gewässer, vier Autobahntrassen, 13 Bundesstraßen, 14 Landstraßen und 14 Eisenbahnstrecken gequert werden. Nach Ansicht von Gutachtern sei die Trassenführung südlich von Lubmin über Greifswald, Dargun, Güstrow und Crivitz am Schweriner See bis zur Elbquerung nicht nur die kürzeste, sondern auch die umweltverträglichste Variante, sagte Ebnet.