Belastungen befürchtet

Mecklenburg-Vorpommern: Widerstand gegen Steinkohlekraftwerk formiert sich

Regionalvertreter von SPD, Linkspartei.PDS, Grünen sowie der Naturschutzverbände WWF und BUND kamen am Montagabend überein, ihre Aktionen gegen das das geplante Steinkohlekraftwerk des dänischen Energiekonzerns DONG Energy bei Lubmin zu koordinieren.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Lubmin (ddp-nrd/sm) - Die Fäden sollen beim Lubminer Bürgerverein "Zukunft Lubminer Heide" zusammenlaufen. Das von der Landesregierung unterstützte Projekt gefährdet nach Ansicht der Gegner den Tourismus in der Region. Zudem würde ein Kohlekraftwerk mit dem Greifswalder Bodden und dem Küstenstreifen am Peenestrom eines der wichtigsten EU-Schutzgebiete des Landes belasten, kritisierten sie. Die Umweltverbände wollen ihre Bedenken bei der EU-Kommission in Brüssel vortragen. Die Parteienvertreter beabsichtigen, das Vorhaben politisch zu stoppen.

Der Vereinsvorsitzende der Bürgerinitiative, Michael Drevlak, kündigte an, im Rahmen der Genehmigungsverfahren den Rechtsweg auszuschöpfen. Das Projekt widerspreche dem Raumordnungsprogramm, wonach Naturschutz und Tourismus im betroffenen Gebiet Vorrang hätten, sagte er.

DONG Energy will am Standort des ehemaligen KKW Greifswald 2008 mit dem Bau von zwei Kraftwerksblöcken von jeweils 800 Megawatt beginnen.