Potenzial nutzen

Mecklenburg-Vorpommern verstärkt Offshore-Aktivitäten

Auf dem Innovationsforum "Offshore-Technologie bei Windkraftanlagen" gestern im Kongresszentrum des Technologiezentrums Warnemünde diskutierten u.a. Entwickler, Anlagenhersteller, potentielle Anwender, Finanzierungsgesellschaften sowie politische Entscheidungsträger über die weitere Entwicklung dieser Branche in Mecklenburg-Vorpommern.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Mecklenburg-Vorpommern gehört in der Windenergienutzung zu den führenden Bundesländern. "Wir wollen das vorhandene Potential der Offshore-Windenergie nutzen und im Land eine Offshore-Industrie entwickeln", sagte Wirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet gestern auf dem Innovationsforum in Rostock-Warnemünde. Im Kongresszentrum des Technologiezentrums Warnemünde diskutierten im Innovationsforum "Offshore-Technologie bei Windkraftanlagen" Entwickler, Anlagenhersteller, potentielle Anwender, wissenschaftliche Einrichtungen, Finanzierungsgesellschaften sowie politische Entscheidungsträger über die weitere Entwicklung dieser Branche in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der TBI GmbH Schwerin, dem Verein "Maritime Allianz Ostsee e.V." Wismar und der ATI Küste GmbH Rostock organisiert. Unterstützt wurde das Projekt vom Bund im Rahmen der Initiative "Interregionale Allianzen für die Märkte von morgen". Schwerpunkte des Forums sind die Entwicklung sowie Systemlösungen für Offshore-Windparks, Fundamentierung und Turmkonzepte, aber auch Rahmenbedingungen, Infrastruktur sowie Logistik für die Errichtung von Windenergieanlagen und Betrieb, Wartung und Service der Anlagen unter Offshore-Bedingungen.

"Die noch zu lösenden Probleme und das enorme Investitionsvolumen für die geplanten Offshore-Windparks bieten große Marktchancen für innovative Unternehmen aus der Branche in Mecklenburg-Vorpommern", sagte Ebnet. Die Offshore-Windenergienutzung könne bis zu 1500 direkte und indirekte Arbeitsplätze im Land schaffen. Für die weitere Entwicklung der Industrie soll ein Offshore-Windenergie-Zentrum in Rostock gegründet werden. Hier wird die Kompetenz der Unternehmen in dieser Branche gebündelt, um Betreibern den Bau kompletter Offshore-Windanlagen anbieten zu können. Für dieses Zentrum werden bereits in der Startphase 400 neue Arbeitsplätze und in der Endphase sogar 700 prognostiziert.

Ebnet: "Mecklenburg-Vorpommern braucht eigene Offshore-Anlagen, um diese Technik erfolgreich vermarkten zu können." Deshalb werden derzeit die planungsrechtlichen Voraussetzungen in der Ostsee für einen Pilotwindpark (Baltic 1) geschaffen. Zur Zeit sind in Mecklenburg-Vorpommern 927 Windenergie-Anlagen mit einer Leistung mit 780 Megawatt am Netz.