Gesetzentwurf

Mecklenburg-Vorpommern plant Windpark-Beteiligung für Bürger

Einen Windpark empfindet ein Großteil der deutschen als störend, vor allem wenn sie direkt vor der Haustür stehen. In Mecklenburg-Vorpommern könnte es für Kommunen und Privatleute künftig Beteiligungen geben. Ein entsprechendes Gesetz wurde beim Landtag eingereicht.

Windenergie© frank peters / Fotolia.com

Schwerin (dpa/red) - Mecklenburg-Vorpommern will nach Regierungsangaben als erstes Bundesland seine Bürger per Gesetz am Gewinn von Windparks beteiligen. Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) sagte bei der Einbringung seines Entwurfes am Donnerstag im Landtag, dies habe bisher kein anderes Bundesland so festgeschrieben.

Windpark-Beteiligung von 20 Prozent

Dem Gesetzentwurf zufolge müssen die Unternehmen künftig den Gemeinden und Anwohnern im Umkreis von fünf Kilometern um einen Windpark eine Geschäftsbeteiligung von mindestens 20 Prozent anbieten. Sollten Kommunen eine Beteiligung, die auch das Risiko des Verlustes des eingebrachtem Kapital birgt, nicht wünschen, müssen die Unternehmen einen festgelegten Teil ihres Gewinns aus dem Windpark als Ausgleichsabgabe an die Kommune abführen. Privatpersonen muss in diesem Fall ein Sparprodukt einer Bank angeboten werden.

Quelle: DPA