Wettbewerbsgefährung

Mecklenburg-Vorpommern: Netznutzungsentgelte von sieben Unternehmen werden untersucht

Das Wirtschaftsministerium in Schwerin hat gegen sieben Netzbetreiber in Mecklenburg-Vorpommern Untersuchungen wegen überhöhter Netznutzungsentgelte eingeleitet. Jetzt müssen die Unternehmen nachweisen, dass sie durch strukturelle Nachteile bedingt sind.

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Das Wirtschaftsministerium in Mecklenburg-Vorpommern hat als Landeskartellbehörde gegen sieben kommunale Netzbetreiber im Land Untersuchungen wegen des Verdachts missbräuchlich überhöhter Netznutzungsentgelte eingeleitet.

Nach Angaben des Ministeriums beruht die Untersuchung auf einem vom Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) veröffentlichten Vergleich der Netznutzungsentgelte für Sondervertragskunden. Danach hätten die Netzbetreiber Preise verlangt, die bis zu mehr als 80 Prozent über dem Preis des zum Vergleich herangezogenen günstigsten Anbieters liegen.

Die sieben Unternehmen, deren Namen bisher nicht genannt wurden, müssen nun darlegen, dass die beträchtlichen Preisunterschiede durch die Struktur des Versorgungsgebietes bedingt sind. Falls den Unternehmen nicht der Nachweis gelingt, dass strukturelle Nachteile das höhere Entgelt rechtfertigen, werden sie die Preise erheblich senken müssen. "Einzelne Unternehmen dürfen ihre Stellung nicht missbrauchen, um zu Lasten der Verbraucher überhöhte Gewinnmargen zu erzielen", begründete Wirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet die Initiative. Ansonsten würde der Wettbewerb behindert und der Erfolg der Marktliberalisierung gefährdet.