1,1 Milliarden Kilowattstunden

Mecklenburg-Vorpommern: Mehr Strom aus Windenergie

Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern könnte 53 Prozent des jährlichen Strombedarfs aller Privathaushalte mit Ökostrom abdecken. Im vergangenen Jahr wurden dort 1,1 Milliarden Kilowattstunden aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse erzeugt. Dabei wurde 2001 mehr Strom aus Wind erzeugt als im gesamten Jahr 2000 aus erneuerbaren Energien insgesamt.

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Der Einsatz erneuerbarer Energieträger auf dem öffentlichen Stromsektor befindet sich seit Jahren auf steilem Wachstumskurs. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Mecklenburg-Vorpommern wurden im Jahr 2001 in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 1,1 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energieträgern für die öffentliche Versorgung bereitgestellt. Damit haben 23 Prozent der einheimischen Stromerzeugung Wind-, Bio-, Wasser- und Sonnenenergie zur Grundlage. Diese Menge würde ausreichen, 53 Prozent des jährlichen Strombedarfs aller Privathaushalte Mecklenburg-Vorpommerns mit Ökostrom abzudecken.

Die regenerative Stromerzeugung in Mecklenburg-Vorpommern hat sich von 95 Millionen Kilowattstunden im Jahr 1995 auf 1,1 Milliarden Kilowattstunden in 2001 vervielfacht. Den größten Anteil an der regenerativen Stromerzeugung hat in dem Bundesland mit 82 Prozent die Windkraft. Innerhalb des vergangenen Jahres stiegen die Winderträge gegenüber 2000 um fast 40 Prozent auf insgesamt 925 Millionen Kilowattstunden an. Windenergie ist damit für den starken Anstieg des Ökostroms seit 1995 die ausschlaggebende Energiequelle. 2001 wurde mehr Strom aus Wind erzeugt als im gesamten Jahr 2000 aus erneuerbaren Energien insgesamt. An zweiter Stelle rangiert mit einem Anteil von zwölf Prozent die Stromerzeugung aus fester Biomasse. Dabei dient hauptsächlich Holz als Energielieferant. Deponie-, Bio- und Klärgas sowie Wasserkraft trugen zusammen etwa sechs Prozent zur regenerativen Erzeugung bei. Fotovoltaik blieb auch im vergangenen Jahr noch von untergeordneter Bedeutung für die öffentliche Stromerzeugung Mecklenburg-Vorpommerns, obwohl sich die Erzeugung von Solarstrom in 2001 gegenüber 2000 nahezu verdoppelt hat.