Nicht benötigten Emissionsrechte

Mecklenburg-Vorpommern: Guter Start für Emmissionshandel

In Mecklenburg-Vorpommern wurde im Jahr 2005 zehn Prozent weniger Kohlendioxid ausgestoßen, als per Emissionsrecht zugeteilt wurde. Wirtschaftsstaatssekretär Möller zeigt sich erfreut, da der Klimaschutz wichtig für das Tourismusland sei und will den Einsatz erneuerbarer Energien weiter ausbauen.

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Schwerin (red) - Die am Emissionshandel teilnehmenden Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern haben 2005 rund ein Zehntel weniger Kohlendioxid emittiert als per Emissionsrecht zugeteilt wurde. Die nicht benötigten Emissionsrechte können auf dem freien Handelsmarkt angeboten werden. "Klima- und Umweltschutz werden immer wichtiger, besonders für ein Tourismusland wie Mecklenburg-Vorpommern", erklärt Wirtschaftsstaatssekretär Rüdiger Möller.

Mit dem Emissionshandel wurde in Mecklenburg-Vorpommern zum 1. Januar 2005 begonnen. Insgesamt fallen 32 Anlagen von 23 Unternehmen im Bundesland unter den Emissionshandel, darunter vorwiegend Energiebetriebe. Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) beim Umweltbundesamt hat für die Handelsperiode von 2005 bis 2007 Emissionsberechtigungen von jährlich 3,6 Millionen Tonnen an Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern vergeben, davon entfallen 2,7 Millionen Tonnen an die Kraftwerke Rostock Marienehe und KNG Rostock. Insgesamt entspricht dies einem Kohlendioxid-Ausstoß von 10,8 Millionen Tonnen bis Ende 2007.

"Der Einsatz erneuerbarer Energien muss deshalb weiterhin wichtiger Bestandteil eines integrierten Klimaschutzes sein: Allein in den letzten acht Jahren ist in MV der Anteil der regenerativen Energien an der Stromerzeugung von unter zehn auf rund 34 Prozent gestiegen", sagte Möller.