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Mecklenburg-Vorpommern: Aktionsplan Klimaschutz ratsam

Um das Ziel zu erreichen, den Emmissionsausstoß bis zum Jahr 2010 jährlich um 5,6 Millionen Tonnen zu reduzieren, will Mecklenburg-Vorpommern einen Aktionsplan Klimaschutz einführen. Auf dieser Plattform sollen die Akteure effektiv zusammenarbeiten.

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Auf der derzeit in Rostock stattfindenden Klimaschutzmesse "STRATO" hat sich der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Wolfgang Methling, für einen Aktionsplan Klimaschutz ausgesprochen. Damit soll eine gemeinsame Plattform für Ministerien, Wirtschaft und Kommunen geschaffen werden, um das Klimaschutzkonzept des Landes effektiv umzusetzen.

"Maßnahmen des Klimaschutzes sind ressortübergreifend und auch nicht durch Landespolitik allein zu untersetzen. Ich halte es für wichtig, Klimaschutz auch als eine Option für mehr Beschäftigung zu nutzen und sich dabei sinnvoll in den Maßnahmen zu ergänzen. Dieses setzt konstruktive Mitgestaltung voraus", begründete Methling seinen Vorstoß. Ziel ist es, bis zum Jahr 2010 eine jährliche Emissionsminderung treibhausrelevanter Gase um 5,6 Millionen Tonnen zu erreichen. Damit soll entsprechend der nationalen Zielsetzung eine Reduzierung der Kohlendioxid- Emissionen gegenüber 1990 um 25 Prozent erreicht werden. "Von besonderer Bedeutung sind die Bemühungen zur Energieeinsparung und Erhöhung der Energieeffizienz. Dazu gehören Maßnahmen der Wärmedämmung, die Umstellung von Heizzentralen auf umweltfreundliche Energieträger, der Bau von Blockheizkraftwerken sowie Gas/Dampfturbinen-Kraftwerken (GuD-Kraftwerke)." In Vorbereitung befindet sich auch die Errichtung eines Solarzentrums. Weiterhin unterstützt das Umweltministerium Initiativen zur Nutzung der Wasserstoff-Technologie, so z.B. das Wasserstoffprojekt in Barth. Zusätzliche Möglichkeiten ergeben sich aus dem neu eingerichteten "Zukunftsfonds" der Landesregierung, in dem bis 2005 insgesamt 15 Millionen DM zur Förderung regenerativer Energien bereitgestellt werden.

Den größten Aufschwung hätte jedoch die Windenergienutzung zu verzeichnen. Mit etwa 750 Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von über 500 Megawatt liegt Mecklenburg-Vorpommern bundesweit an zweiter Stelle. Insbesondere die Windkraft und die hohe Verwertung von Biomassen haben dazu geführt, dass sich der Anteil der regenerativen Energien an der Nettostromerzeugung von vier Prozent im Jahr 1995 auf derzeit etwa 20 Prozent erhöht hat.