Bilanz

Mecklenburg-Vorpommern: 24 Prozent der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen

Im vergangenen Jahr wurden in Mecklenburg-Vorpommern 1,3 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energieträgern für die öffentliche Versorgung bereitgestellt. Insbesondere die Windenergie legte gegenüber dem Jahr 2001 tüchtig zu - sie verzeichnete ein Plus von 63 Prozent und steuerte 1,1 Milliarden Kilowattstunden bei.

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Der Einsatz erneuerbarer Energieträger auf dem öffentlichen Stromsektor befindet sich weiter auf steilem Wachstumskurs. Wie das Statistische Landesamt des Landes Mecklenburg-Vorpommern zum heutigen Tag der Umwelt mitteilte, wurden im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 1,3 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energieträgern für die öffentliche Versorgung bereitgestellt. Damit wurden rund 24 Prozent des einheimischen Stroms aus Wind-, Bio-, Wasser- und Sonnenenergie erzeugt. Diese Menge würde ausreichen, rund 60 Prozent des jährlichen Strombedarfs aller Privathaushalte Mecklenburg-Vorpommerns mit Ökostrom abzudecken.

Die regenerative Stromerzeugung in Mecklenburg-Vorpommern hat sich von 95 Millionen Kilowattstunden im Jahr 1995 auf 1,3 Milliarden Kilowattstunden in 2002 vervielfacht. Erneuerbare Energiequellen leisten aufgrund der Minderung bzw. Vermeidung von energiebedingten Kohlendioxid-Emissionen seit Jahren einen ständig wachsenden Beitrag zum Klimaschutz. Im vorigen Jahr wurden je erzeugte Kilowattstunde Strom aus erneuerbaren Energieträgern rund 0,6 Kilogramm Kohlendioxid-Emissionen vermieden, insgesamt waren es somit etwa 761 000 Tonnen.

In 2002 wurde nahezu gleichviel Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wie aus Erdgas. Rund die Hälfte der in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt erzeugten 5,7 Milliarden Kilowattstunden Strom wird aber nach wie vor aus Steinkohle gewonnen.

Windenergie hat in Mecklenburg-Vorpommern mit 84 Prozent den größten Anteil an der regenerativen Stromerzeugung. Innerhalb des vergangenen Jahres stiegen die Winderträge gegenüber 2001 vor allem aufgrund entsprechender Witterungsbedingungen, aber auch durch Inbetriebnahme neuer Windkraftanlagen um 63 Prozent auf insgesamt 1,1 Milliarden Kilowattstunden an.

An zweiter Stelle rangiert mit einem Anteil von zehn Prozent respektive mit 133,1 Millionen Kilowattstunden die Verstromung fester und flüssiger Biomasse. Dabei diente hauptsächlich Holz als Energielieferant, aber auch Rapsöl kam, bisher zwar noch im geringen Umfang, zum Einsatz.

Deponie-, Bio- und Klärgas sowie Wasserkraft trugen zusammen rund sechs Prozent (81,4 Millionen Kilowattstunden) zur regenerativen Erzeugung bei. Fotovoltaik blieb auch im vergangenen Jahr noch von untergeordneter Bedeutung für die öffentliche Stromerzeugung Mecklenburg-Vorpommerns, obwohl sich die Erzeugung von Solarstrom in 2002 gegenüber 2001 auf zwei Millionen Kilowattstunden nahezu versechsfacht hat.