Vorbild

Mecklenburg: Ökostrom zweitwichtigste Energiequelle

In Mecklenburg-Vorpommern läuft bereits, was für den Rest von Deutschland angestrebt wird: Erneuerbare Energien sind die zweitwichtigste Energiequelle. Wie das Statistische Landesamt heute in Schwerin mitteilte, wurden im Vorjahr insgesamt zwei Milliarden Kilowattstunden Strom aus Wind, Wasser oder Sonne erzeugt.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Schwerin (ddp-nrd/sm) - Die Stromerzeugung aus alternativen Energiequellen wird für Mecklenburg-Vorpommern immer wichtiger. Wie das Statistische Landesamt am Freitag in Schwerin mitteilte, wird mittlerweile fast ein Drittel des Stroms auf der Basis von Wind-, Bio-, Wasser-, Sonnen- und erstmals auch Erdenergie erzeugt. Nach Steinkohle ist das die zweitwichtigste Energiequelle im Land. Dahinter folgt Erdgas.

Im Vorjahr wurden insgesamt zwei Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien in das Versorgungsnetz eingespeist. Diese Menge würde ausreichen, um knapp 88 Prozent des jährlichen Strombedarfs aller Privathaushalte Mecklenburg-Vorpommerns ausschließlich mit Ökostrom abzudecken.

Fast 44 Prozent der im Vorjahr erzeugten 6,6 Milliarden Kilowattstunden Strom wurden aus Steinkohle gewonnen. Der Anteil von Erdgas lag bei 22 Prozent. Die übrigen drei Prozent lieferten Industriebetriebe.

Während die Stromerzeugung aus Steinkohle 2004 um neun Prozent gegenüber 2003 anstieg, legten die "Erneuerbaren" um gut 32 Prozent kräftig zu. Bei Erdgas gab es einen Zuwachs von lediglich einem Prozent.

Die deutliche Steigerung bei Ökostrom geht auf die Zunahme der Windenergienutzung zurück. Sie stellt in Mecklenburg-Vorpommern mit 84 Prozent den größten Anteil an der regenerativen Stromerzeugung. An zweiter Stelle rangiert mit einem Anteil von zehn Prozent Biomasse.