Gefälle

MDR: Strom, Gas und Wasser im Osten deutlich teurer

Nach Informationen des MDR-Magazins "Umschau" sind die Kosten für Strom, Gas und Wasser in Ostdeutschland deutlich höher als in Westdeutschland: Strom ist im Osten im Durchschnitt 2,9 Prozent, Gas 5,54 Prozent und Wasser um fast 16 Prozent teurer als in Westdeutschland fand das Magazin heraus.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (red) - Dabei müssten Mieter in Mitteldeutschland oft am tiefsten in die Tasche greifen: Die Sachsen beispielsweise zahlen laut MDR mit 2,34 Euro pro 1000 Liter Trinkwasser fast 80 Prozent mehr als die Schleswig-Holsteiner, die mit 1,31 Euro pro 1000 Liter Trinkwasser bundesweit am wenigsten bezahlen. Beim Gaspreis nähmen die drei mitteldeutschen Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen deutlich die letzten Plätze ein, während das Saarland den niedrigsten Gaspreis hat, berichtet der MDR weiter. Bei einem angenommenen Jahresverbrauch von 12.000 Kilowattstunden zahlen die Saarländer lediglich rund 688 Euro. In Thüringen muss für den gleichen Verbrauch mit fast 765 Euro knapp elf Prozent, in Sachsen-Anhalt mit 778 Euro etwa 13 Prozent und in Sachsen mit etwa 799 Euro fast 16 Prozent mehr für die gleiche Gasmenge gezahlt werden.

Bei den Stromtarifen liegen die drei mitteldeutschen Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen laut MDR im Mittelfeld. Den preiswertesten Strom beziehen die Niedersachsen, die im Durchschnitt ihres Bundeslandes für 3000 Kilowattstunden knapp 523 Euro zahlen, während man in Sachsen-Anhalt mit fast 567 Euro und in Sachsen mit etwas mehr als 569 Euro rund acht Prozent mehr ausgeben müsse. Etwa zehn Prozent teurer und damit am kostspieligsten in Mitteldeutschland sei der Strom in Thüringen, wo der Jahresverbrauch durchschnittlich mit fast 580 Euro zu Buche schlägt.

Die vom MDR berücksichtigten Gas- und Strompreise basieren dabei auf den Tarifen vom August 2005, die jüngst bekannt gewordenen Erhöhungen im kommenden Jahr für Strom und Gas sind noch nicht berücksichtigt.