Ab Januar

Marktanreizprogramm verbessert Förderung tiefer Geothermie

Am 1. Januar treten die neuen "Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien" in Kraft. Für die tiefe Geothermie ergeben sich einige entscheidende Verbessererungen gegenüber dem alten "Marktareizprogramm". Darauf wies jetzt die Geothermischen Vereinigung hin und fasst die wichtigsten Punkte zusammen.

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Ein wichtiger Punkt sei, dass nun auch Kommunen, kommunale Betriebe oder Körperschaften öffentlichen Rechts Anträge stellen können. Bis zu 40 Prozent der Investitionssumme können jetzt aus Bundesmitteln gefördert werden. Die alte Richtlinie begrenzte den Bundesanteil auf 20 Prozent und setzte eine Beteiligung der Bundesländer voraus. Die Förderung erfolgt über Darlehen aus Eigenmitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und aus Teilschuldenerlassen. Der Teilschuldenerlass beträgt 103 Euro je Kilowatt errichteter Nennwärmeleistung.

Für ein im Rahmen der Investition zu errichtendes Fernwärmenetz wird ein zusätzlicher Teilschuldenerlass von 50 Euro pro Meter Rohrleitung gewährt, wenn ein Mindestwärmeabsatz von 1,5 Megawattstunden pro Jahr und Meter Rohrlänge nachgewiesenen wird. Die Fördersätze sollen ab 2005 degressiv gestellt werden. Die Förderung ist bis zum 31.12.2006 befristet.