Offshore-Winpark genehmigt

Maritime Windkraft-Nutzung gewinnt an Fahrt

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat den zweiten deutschen Offshore-Windpark genehmigt. Der Bürgerwindpark "Butendiek" soll etwa 35 Kilometer westlich der Insel Sylt entstehen. Spätestens im Jahr 2006 werden insgesamt 80 Windturbinen der Multi-Megawatt-Klasse in der Nordsee in Betrieb gehen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Der Bundesverband WindEnergie (BWE) e.V. begrüßt die vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg erteilte Genehmigung für den zweiten Offshore-Windpark in Deutschland. "Damit gewinnt die Windkraft-Nutzung auf der offenen See weiter an Fahrt", bewertet BWE-Präsident Dr. Peter Ahmels die Genehmigung für das Offshore-Projekt "Butendiek" der OSB Offshore-Bürger-Windpark Butendiek GmbH & Co. KG aus Husum, die etwa 35 Kilometer westlich der Insel Sylt spätestens im Jahr 2006 insgesamt 80 Windturbinen der Multi-Megawatt-Klasse in der Nordsee in Betrieb gehen sollen.

"Nun kommt es darauf an, auch die weiteren erforderlichen Genehmigungen – beispielsweise für den Netzanschluss - zügig zu erlangen", so Ahmels weiter. Das Besondere an der Windfarm "Butendiek" ist die Konzeption als Bürgerwindpark: Die Gesamtinvestition von etwa 400 Millionen Euro soll überwiegend von Bürgern der Region aufgebracht werden. Im Jahr 2001 hatten die Initiatoren 20 000 Anteile von 250 Euro an über 8400 Gesellschafter verkauft. Im Jahr 2004 soll das Eigenkapital über eine Kapitalerhöhung auf 100 Millionen Euro aufgestockt werden.

Beim BSH liegen derzeit knapp 30 Anträge für die Nord- und Ostsee mit einer Gesamtleistung von etwa 60 000 Megawatt vor. Sollte die Hälfte der beantragten Projekte zur Baureife gelangen, so wäre dafür eine Fläche von etwa 2100 Quadratkilometern nötig.