Dreifachverglasung

Mangelnder Durchblick ist Zeichen für gute Dämmung

Ein bekanntes Phänomen gerade aus der Übergangszeit: Wenn Fenster mit Dreifachverglasung nach sternenklaren Frostnächten am Morgen von außen beschlagen sind, ist das Experten zufolge ein Zeichen für ihre gute Qualität und kein Baumangel, wie man vermuten könnte.

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Frankfurt/Main (dapd/red) - Die Dreischeibenverglasung kühlt in kalten Nächten außen aus zwei Gründen stark ab, erklärt Werner Eicke-Hennig, Leiter der "Hessischen Energiespar-Aktion": Erstens ströme nur noch wenig Wärme von innen nach und zweitens strahle die äußere Scheibe Wärme in den kalten Weltraum ab, wenn in klaren Nächten die schützende Wolkendecke fehle. Die Scheibentemperatur sei dann kälter als die Außenluft. Kühle diese an der Scheibe ab, verliere sie überschüssigen Wasserdampf als Tauwasser.

Während früher viel Wärme aus den beheizten Innenräumen über die Fenster verloren gegangen und die Außenscheibe dadurch unfreiwillig mitgeheizt worden sei, geschehe dies bei der Dreifach-Wärmeschutzverglasung in weit geringerem Maße. Dieser Beschlag trete aber nur in den Morgenstunden in Erscheinung und verschwinde, sobald sich die Temperatur der Scheibe erhöht, erläuterte der Experte. Das Phänomen sei vor allem auf Tauwetterperioden und die Übergangszeiten beschränkt, wenn die Außenluft feuchter ist. Fenster dämmen zu lassen lohne sich also trotz dieses Effekts.