Urteil

Manche Mängel an Solaranlagen verjähren früher

Wenn eine Photovoltaikanlage Energie nicht für das Gebäude erzeugt, auf dem sie installiert ist, erlöschen die Ansprüche schon nach zwei statt fünf Jahren. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch. Die Gewährleistungsfrist bei Selbstnutzern von Solarenergie oder -thermie sei davon jedoch nicht betroffen, hieß es.

Solaranlage© pf30 / Fotolia.com

Karlsruhe (dpa/tmn/red) - Im vorliegenden Fall hatte ein Landwirt auf dem Dach einer Scheune eine Solaranlage anbringen lassen, deren Strom ins allgemeine Netz eingespeist wurde - als zusätzliche Einnahmequelle für den Bauern. Da die Solarmodule nicht für die Scheune Strom lieferten, wurden sie "nicht entsprechend ihrer üblichen Verwendungsweise für ein Bauwerk verwendet", so der BGH (AZ: VIII ZR 318/12).

Für den Selbstnutzer ändere sich nichts

Da die Solarmodule weder Gegenstand von Erneuerungs- oder Umbauarbeiten an der Scheune waren, noch für deren Konstruktion, Bestand, Erhaltung oder Benutzbarkeit von Bedeutung, endet die Gewährleistungsfrist in einem solchen Fall früher. Für den Häuslebauer, der die Solaranlage auf dem Dach hat, um damit Warmwasser oder Strom für das Haus zu erzeugen, ändert sich nichts, sagte eine BGH-Sprecherin. Nach dem Gesetz verjähren solche Mängelansprüche nach fünf Jahren.

Photovoltaik-Rechner überschlägt den Nutzwert von Solarenergie

Auf die Frage, für wen sich die Installation einer Solaranlage lohnt, liefert unser kostenloser Photovoltaik-Rechner eine schnelle Antwort. Denn nicht auf jedem Dach lässt sich die gleiche Leistung erzeugen. Wichtige Merkmale für die Errechnung der möglichen Strommenge sind etwa die Dachneigung und –ausrichtung oder auch die nutzbare Fläche des Daches. Wichtig ist auch die Information, wie hoch eine staatliche Vergütung für Stromeinspeisungen ins öffentliche Netz ausfallen würde.