Man spricht deutsch

Der "Verein Deutsche Sprache", Streitaxt deutscher Sprachkultur, hat zwölf Stromanbieter auf deren Umgang mit Sprache getestet.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Verein Deutsche Sprache hat zwölf deutsche Stromanbieter auf ihren Umgang mit der deutschen Sprache untersucht - darunter alle großen Energiekonzerne. Bewertet wurden der Name, die Tarifbezeichnung, der Werbespruch, die Gestaltung der Internet-Leitseite und die Tarifseite im Internet.

Minuspunkte gab es - aus Sicht des Vereins erwartungsgemäß - für "Mix it" (E.ON)" oder "power to the people" (Ares Energie/Stadtwerke Kiel), Pluspunkte hingegen - auch das nicht überraschend - für "Strom lebt" (Braunschweiger Versorgungs AG) oder Tarife wie "Sauberer Strom" (Lichtblick Energie GmbH). Es falle auf, so der Vereinsvorsitzende Prof. Dr. Walter Krämer, dass vor allem die "selbsternannten Global Player" (O-Ton) "Imponieranglizismen" einsetzten. Kleinere Unternehmen dagegen würden gern in deutscher Sprache kommunizieren.

Testsieger wurde die Hamburger Lichtblick Energie GmbH ("Die Zukunft der Energie"), die in ihrer Werbung, Internet-Darstellung und Produktbenennung "vorbildlich" mit der deutschen Sprache umgehe. Es folgen die Elektrizitätswerke Schönau ("Watt Ihr spart"), die NaturEnergie AG aus Grenzach ("Sauberer Strom"), die Braunschweiger Versorgungs-AG ("Joschka" und "Verona") und die RWE Plus AG mit dem "evivo"-Angebot ("So individuell wie Sie!").

Im Mittelfeld landeten die Ares Energie-direkt GmbH/Stadtwerke Kiel ("FuturePlus" und "power to the people"), die Stadtwerke Hannover AG ("enercity"), die best energy GmbH und die HEW AG ("future powered by HEW"). Schlusslichter des Tests waren Yello Strom, E.ON und RWE.

Übrigens: Punktabzug gab's für die Verwendung des Begriffs "Versorger" auf der Internetseite, da der Begriff aus alten Monopolisten-Zeiten stamme - anstatt "Lieferant" oder "Dienstleister".