Bilanz

Mainova: Gutes Geschäftsergebnis für 2000

Die Frankfurter Mainova AG hat ihren Umsatz durch höhere Gaspreise auf 1,9 Milliarden DM erhöht. So beträgt der Jahresüberschuss nach hohen Sonderabschreibungen in den Vorjahren 138,6 Millionen DM.

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Anlässlich der heutigen Bilanzpressekonferenz zeigte sich Dr. Heinrich Stiens, Vorsitzender des Mainova-Vorstands, mit dem Ergebnis des Geschäftsjahrs 2000 "unter den gegebenen Umständen" zufrieden. Der Jahresüberschuss von 138,6 (Vorjahr 84,2) Millionen DM liege über dem Planansatz, enthalte allerdings, wie schon 1999, aufgrund der Organschaft im Stadtwerke-Konzern keine Gewerbesteuer.

Der Bilanzgewinn von 265,5 Millionen DM soll nach dem Vorschlag der Verwaltung zur Ausschüttung einer unveränderten Dividende von zehn DM sowie eines zusätzlichen Bonus von 37,75 Mark je Stückaktie verwendet werden. Einschließlich der Steuergutschrift erhalten die Aktionäre je Stückaktie 68,21 DM (Vorjahr 21,43 DM). Mit der umfassenden Neustrukturierung des Unternehmens nach der Ende 1998 vollzogenen Fusion mit dem Versorgungsbetrieb der Stadtwerke Frankfurt sei Mainova im Jahr 2000 ein gutes Stück voran gekommen, bilanzierte der Vorstand. Doch, daraus machte Stiens keinen Hehl, "geht es mit den Kosteneinsparungen nicht ganz so schnell, wie wir das gerne möchten". Mainova habe im wettbewerbsintensiven Strommarkt an der auf Ertragssicherung ausgerichteten Strategie festgehalten. Man sei nicht gewillt, Strom unter Einstandskosten zu verkaufen. Danach sei der Marktanteil im Berichtsjahr um 8,5 Prozent zurückgegangen.

Die Umsatzerlöse von 1905 Millionen DM wurden aus dem Verkauf von Gas (49 Prozent), Strom (31,4 Prozent), Wasser (12,2 Prozent) und Wärme (6,6 Prozent) erwirtschaftet. Den Gasbedarf von 22,3 Milliarden Kilowattstunden Mainova zu etwa 86 Prozent von der eigenen Beteiligungsgesellschaft Gas-Union GmbH und zu 14 Prozent von der Ruhrgas AG bezogen. Das Stromaufkommen von 3,4 Milliarden Kilowattstunden setzt sich zu nahezu 46 Prozent aus Eigenproduktion sowie zu 44 Prozent aus Bezug von E.ON Energie AG zusammen. Weitere acht Prozent wurden über Syneco GmbH und Co. KG, der neuen Stromhandelsgesellschaft der Thüga-Gruppe bezogen, an der Mainova seit Anfang 2001 maßgeblich beteiligt ist.