Im Interesse der Kunden

Mainova-Abmahnung: EVO-Chef begrüßt Öffnung der Stromnetze

Karl-Heinz Trautmann, EVO-Vorstandsvorsitzender, begrüßte in einer ersten Stellungnahme die Entscheidung der Bonner Wettbewerbshüter. Trautmann zeigte sich "hoch zufrieden" mit der Forderung der Behörde nach einer Netzöffnung. Die EVO hatte im vergangenen Jahr Beschwerde gegen die Mainova eingereicht, weil diese den Zugang zum Mittelspannungsnetz verweigert hatte.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) sieht sich durch die jetzt veröffentlichte Entscheidung des Bundeskartellamts, die Frankfurter Mainova AG abzumahnen, in ihrer Rechtsauffassung bestätigt. Die Bundesbehörde will die Mainova zwingen, ihr Stromnetz für andere Versorger zu öffnen. Das Kartellamt wirft dem Versorger vor, er missbrauche seine lokale Monopolstellung und behindere damit den Wettbewerb.

Karl-Heinz Trautmann, EVO-Vorstandsvorsitzender, begrüßte in einer ersten Stellungnahme die Entscheidung der Bonner Wettbewerbshüter. Trautmann zeigte sich "hoch zufrieden" mit der Forderung der Behörde nach einer Netzöffnung. Die EVO hatte im vergangenen Jahr Beschwerde gegen die Mainova eingereicht: Der Frankfurter Versorger hatte sich geweigert, ein neu errichtetes Wohn- und Geschäftsgebäude in Frankfurt an sein Mittelspannungsnetz anzuschließen. Auf Wunsch des Bauherrn wollte dort die EVO, ein Tochterunternehmen der Mannheimer MVV Energie, eine Umspannanlage errichten und den Endverbraucher mit Strom beliefern. Dem widersetzte sich die Mainova, was nach Auffassung der EVO eindeutig wettbewerbswidrig war. Mit dem Verfahren gegen die Mainova stärkt das Kartellamt der Einschätzung der EVO zufolge den Wettbewerb auf dem Energiemarkt und handelt damit im Interesse der Stromkunden.