Preisentwicklung

Mai 2002: Erzeugerpreise sanken, Strom verteuert sich

Für den Rückgang des Erzeugerpreisindexes gewerblicher Produkte sind insbesondere die Preise für Energie verantwortlich. Erdgas und Flüssiggas haben sich um 13,7 und um 15 Prozent verbilligt, leichtes Heizöl um 6,4 Prozent. Kohle, elektrischer Strom und Fernwärme sind hingegen um bis zu 6,4 Prozent teurer geworden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag im Mai 2002 um 0,9 Prozent niedriger als im Mai 2001, teilte das Statistische Bundesamt heute mit. Einen stärkeren Preisrückgang im Jahresvergleich hatte es letztmalig im Juli 1999 (minus ein Prozent) gegeben.

Der Preisrückgang wurde vor allem von der Preisentwicklung bei Energie (minus fünf Prozent gegenüber Mai 2001) und bei Vorleistungsgütern (minus 1,1 Prozent) beeinflusst, während Erzeugnisse höherer Verarbeitungsstufen im Durchschnitt teurer waren als im Vorjahr. Bei der Energie waren im Mai unterschiedliche Preistendenzen zu beobachten. Leichtes Heizöl war um 6,4 Prozent und Benzin um 5,3 Prozent billiger als im Mai 2001. Bei Erdgas betrug der Preisrückgang 13,7 Prozent und bei Flüssiggas 15 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Preise für andere Energieträger: Kohle plus 1,9 Prozent, schweres und mittelschweres Heizöl plus 6,4 Prozent, elektrischer Strom plus 0,9 Prozent und Fernwärme plus 2,6 Prozent. Ohne Energie lag der Index der Erzeugerpreise im Mai 2002 um 0,2 Prozent höher als im Vorjahr.