Rabiate Methoden

Lukoil setzt erneut Erdöllieferungen nach Deutschland aus

Nicht zum ersten Mal hat der russische Ölproduzent Lukoil weniger Öl nach Deutschland geliefert als vereinbart. Der Preis stimme nicht, wird ein Unternehmenssprecher zitiert. 520.000 Tonnen Erdöl hätten im laufenden Monat eigentlich fließen sollen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Moskau/Russland (red) - Nachdem am Dienstagabend der Ölpreis zum zweiten Mal in diesem Jahr die 100-Dollar-Marke überschritten hatte, musste die deutsche Industrie noch einen weiteren Rückschlag verkraften. Und zwar hat der russische Ölproduzent Lukoil seine Lieferungen nach Deutschland ausgesetzt. Russischen Medienberichten zufolge habe ein Lukoil-Sprecher als Begründung für den Lieferungsstopp lediglich gesagt, man sei unzufrieden mit dem Preis.

Das ist nicht das erste Mal, dass ein russisches Energieunternehmen die Liefermengen drosselt, um Forderungen durchzusetzen, und es ist auch nicht das erste Mal in Deutschland. Schon im vergangenen Sommer hatte Lukoil zeitweilig rund ein Drittel weniger Öl nach Deutschland geliefert, um einen besseren Preis zu erzielen. Wie Lukoil jetzt verlauten ließ, sei für März wieder die ursprüngliche Fördermenge eingeplant.