Mecklenburg-Vorpommern

Ludwigslust und Grabow: Stadtwerke dürfen Strompreise nicht erhöhen

Die Stromtarife in den Stadtgebieten von Ludwigslust und Grabow (Kreis Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern) bleiben vorerst wie sie sind: Das Wirtschaftsministerium lehnte den Antrag der Stadtwerke Ludwigslust-Grabow GmbH auf eine Erhöhung de Grundversorgungstarife für Haushaltskunden ab.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Schwerin (red) - "Die Stadtwerke Ludwigslust-Grabow sind der irrigen Ansicht, dass die Genehmigung der Allgemeinen Tarife durch das Wirtschaftsministerium nicht mehr notwendig sei. Sie haben sich der mehrfachen Aufforderung verweigert, ihre Tarife detailliert zu begründen und kostenseitig nachzuweisen", begründete Wirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet die Entscheidung. Jedoch gelte die Genehmigungspflicht nach wie vor und der Versorger habe nur einen kleinen Teil der Unterlagen eingereicht.

Da es die Stadtwerke beharrlich ablehnten, fundamentale elektrizitätswirtschaftliche Daten zu veröffentlichen, werde die Arbeit der Aufsichtsbehörde behindert. Um aber den Haushaltskunden den nötigen Tarifschutz zu gewähren, hat das Wirtschaftsministerium nun den bisher gültigen Tarif bis zum 30. Juni 2007 verlängert. Die Stadtwerke hatten zwischenzeitlich den Kunden die aktuellen Versorgungsverträge gekündigt. Damit ordnet das Wirtschaftsministerium quasi die Fortführung der Versorgung zu den alten Tarifen an. Widersetzen sich die Stadtwerke, sollen sie mit einem Zwangsgeld belegt werden.

Die Stadtwerke Ludwigslust-Grabow GmbH ist der einzige Versorger in Mecklenburg-Vorpommern, der im Streit um die allgemeinen Stromtarife nicht die Linie des Wirtschaftsministeriums akzeptiert hat. Die WEMAG und 18 Stadtwerke hatten sich Anfang März darauf verständigt, vor einer Änderung der Stromtarife die Entscheidung der Bundesnetzagentur zu den Netznutzungsentgelten abzuwarten.