Proteste

Lubminer Kraftwerksgegner sammelten gut 22.000 Unterschriften

Mehr als 22.000 Unterschriften sind seit Beginn der Volksinitiative gegen den geplanten Bau des Steinkohlekraftwerks in Lubmin vor 55 Tagen von den Gegnern des Projekts gesammelt worden. Das heißt, das Parlament muss sich mit der Sache befassen.

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Schwerin (ddp/sm) - Wie die Initiatoren der Aktion am Montag in Schwerin mitteilten, haben damit täglich rund 400 Menschen im Land gegen das Steinkohlekraftwerk unterschrieben. Der ehemalige Landtagspräsident Hinrich Kuessner (SPD) forderte die Regierung in Schwerin auf, die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen und "keine Politik gegen die Mehrheit der Bevölkerung zu machen".

Die Aktion endet den Angaben zufolge am 15. April. Einen Tag später sollen die gesammelten Unterschriften der Landtagspräsidentin übergeben werden. Bereits ab 15.000 Unterschriften muss sich das Parlament mit dem Anliegen befassen.

Die Unterschriftenaktion war Mitte Februar gestartet worden. Die Volksinitiative hat nach eigenen Angaben das Ziel, die breite Ablehnung des Kraftwerks durch die Bevölkerung zum Ausdruck zu bringen. Befürchtet werden negative Auswirkungen auf die Umwelt und den Tourismus in der Region. Hinter der Aktion stehen Parteien, Bürgerinitiativen, Kommunalpolitiker und Verbände.

Der dänische Konzern Dong Energy will bis 2012 am Greifswalder Bodden für rund zwei Milliarden Euro ein 1600-Megawatt-Kraftwerk errichten.