Ausbau befürchtet

Lubmin-Urteil: Minister Methling lässt Berufung prüfen

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Wolfgang Methling hat sich enttäuscht zum Urteil des Verwaltungsgerichts Greifswald geäußert, das der Klage der Energiewerke Nord GmbH (EWN) gegen das Landesumweltministerium gestern stattgegeben hat. Es geht um die zusätzliche Aufnahme von Atommüll.

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Schwerin (red) - Methling sieht in der gestrigen Entscheidung des Gerichts für eine Aufnahme zusätzlichen atomaren Materials aus westdeutschen Kernkraftwerken "den Einstieg in eine industrielle Nutzung des Standortes Lubmin/Greifswald zu einer kerntechnischen Großanlage". Die EWN könne nun Druckbehälter und ähnliche Großkomponenten aus anderen Reaktoren in Lubmin entsorgen. "Die Auffassung des Verwaltungsgerichts, dass eine Erweiterung der Pufferlagerung noch nicht dieser Einstieg sei, teile ich nicht", so Methling, der die Prüfung von weiteren Rechtsmitteln wie etwa einer Berufung ankündigte.

Er betonte erneut die Auffassung der Landesregierung, ausschließlich radioaktive Abfälle aus den stillgelegten Kernkraftwerken Lubmin/Greifswald und Rheinsberg zur Zwischenlagerung aufzunehmen. Er bezieht sich dabei auf die geltenden Raumordnungsvorschriften, die den Vorhaben den EWN entgegenstünden.